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Duderstadt Volker Ehbrecht erlegt sechs Sauen
Die Region Duderstadt Volker Ehbrecht erlegt sechs Sauen
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20:00 27.10.2018
Volker Ehbrecht (Mitte) aus Weißenborn hat bei der Drückjagd der Jagdreviere Duderstadt/Rote Warte und Fuhrbach sechs Sauen geschossen. Quelle: Tina Hey
Duderstadt

Vor allem Wildschweine haben die Teinehmer der Drückjagd der Reviere Duderstadt/Rote Warte und Fuhrbach am Sonnabend geschossen. Sechs der 28 erlegten Sauen hat Volker Ehbrecht zur Strecke gebracht.

Sechs Sauen an einem Tag zu schießen, wie das Volker Ehbrecht gelungen sei, „das ist schon eine Seltenheit“, kommentierte Ulrich Arendt, Pächter des Jagdreviers Duderstadt/Rote Warte. Zusammen mit Jürgen Vollmer vom Revier Fuhrbach übergab er am Sonnabendnachmittag den Schützen für jeden Abschuss einen Bruch und wünschte „Waidmannsheil“. Der Bruch ist ein Zweig, den sich der Jäger an Hut oder Käppi steckt.

„Glück gehabt“

Sechs Brüche schmückten nach dem „Halali“ zum Abschluss der großen, revierübergreifenden Drückjagd am Sonnabend am Basecap von Ehbrecht. „Glück gehabt“, meinte der Weißenborner. Wie der aktive Jagdschütze berichtete, komme es darauf an, auf dem Stand ruhig und aufmerksam zu sein. Und wenn die Tiere in Sicht kommen sie auch zu treffen, ergänzte er. Seit mehr als 30 Jahren sei er Jäger, gehe vorwiegend nach Feierabend in sein Revier jenseits der Landesgrenze, um in Ruhe den Tag Revue passieren zu lassen.

Etwa 70 Schützen mit Jagdschein, auch aus dem thüringischen Jützenbach, nahmen an der revierübergreifenden Drückjagd am Sonnabend teil. Dazu waren etwa 30 Treiber mit rund 20 Hunden im Einsatz, um das Wild aus seiner Deckung in Richtung der Schützen zu treiben. Unter ihnen war auch Mareike Schmid mit ihrem Heide-Terrier, der gerade als Jagdhund ausgebildet werde. Sie bezeichnet die Jagd als faszinierend, man sei in der Natur und auch die Arbeit mit den Hunden liege ihr. „Man wächst da rein“, meinte die 34-Jährige. Ähnlich entwickelte sich die Passion fürs Jagen bei Christiane Schulze-Niehoff vom Rothenberger Haus. „Ich bin damit groß geworden“, sagte sie. Am Sonnabend erhielt auch sie einen Bruch für die von ihr erlegte Sau.

28 Sauen, zwei Rehe und zwei Füchse

Insgesamt brachten die Schützen 28 Sauen, zwei Rehe und zwei Füchse zur Strecke. Diese wurde nach Abschluss der Jagd in Fuhrbach ausgelegt und „verblasen“. Die Aufgabe, auf dem Jagdhorn die entsprechenden jagdlichen Signale zu blasen und mit dem „Halali“ die Jagd offiziell zu beenden, hatte Constantin Elsner von der Malsburg übernommen.

Strecke der Drückjagd der Jagreviere Duderstadt/Rote Warte und Fuhrbach. Quelle: Tina Hey

Angenehm überrascht von der großen Strecke zeigten sich Arendt und Vollmer. Beide zogen eine positive Bilanz der Drückjagd. „Das kann sich sehen lassen“, freute sich Vollmer über das erlegte Wild. Und vor allem sei er dankbar, dass „nichts passiert“ und „alles wunderbar gelaufen“ sei. Die gemeinsame Jagd der Reviere Duderstadt/Rote Warte und Fuhrbach gebe es seit über 20 Jahren, Schützen aus den befreundeten und benachbarten Revieren nähmen daran teil.

Probleme durch Wildschweine

Die Jagd habe auch dazu dienen sollen, den Wildschweinbestand zu regulieren. Die Tiere bereiteten den Landwirten große Probleme, erklärte Vollmer, weil sie große Schäden verursachten. Außerdem hätten sich die Jagdverbände verpflichtet, Wildschweine verstärkt zu bejagen, um die Gefahr einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verringern.

Die am Sonnabend erlegten Tiere erhalten die beiden gastgebenden Jagdreviere. Deren Fleisch – „ein hochwertiges Lebensmittel“, wie der Fuhrbacher Matthias Degenhardt betonte – werde nach der Trichinenschau durch den Veterinär in der Region vermarktet, sagte Arendt.

Was ist eine Drückjagd?

Bei einer Drückjagd wird das Wild mit Hunden oder von Treibern „vorsichtig aus der Deckung gedrückt, ohne es zu sehr zu treiben", erläutert der Deutsche Jagdverband auf seiner Internetseite. Die Tiere sollen sich dabei ruhig in den "Anblick" der Schützen bewegen. Das soll ein "tierschutzgerechtes" Erlegen ermöglichen. Die Schützen sitzen dabei auf Ansitzeinrichtungen wie Hoch- oder Erdsitzen. Bei der Drückjagd handle sich um eine sogenannte Bewegungsjagd auf Hochwild (Schalenwild). Das können beispielsweise Rehe, Hirsche oder Wildschweine sein. Bei der Treibjagd wirken im Gegensatz zur Drückjagd Schützen, Treiber und Hunde zusammen, heißt es beim Jagdverband.

Von Britta Eichner-Ramm

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