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Duderstadt Duderstadt will Finanzierungslücke decken
Die Region Duderstadt Duderstadt will Finanzierungslücke decken
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17:07 31.08.2018
Das Hallenbad in Duderstadt soll mit Fördergeldern saniert werden. Quelle: Grafik: Visions-AD, Lichtfexx, BillionsPhotos.com, Thomas Reimer (alle Fotolia.com), Franke / Montage: Tater/GT
Duderstadt

 Der neue Beschlussvorschlag stelle eine vertiefende und konkretisierende Grundabsicht zur Sicherung des Schwimmsportangebotes in der Stadt Duderstadt dar, erläutert Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Konkret sei beabsichtigt, das alte Duderstädter Hallenbad mit einem voraussichtlichen Gesamtaufwand von etwa 5,43 Millionen Euro zu sanieren, wofür versucht werden soll, die für einen Neubau bewilligten 3,32 Millionen Euro umzuwidmen. Die Stadt Duderstadt verpflichte sich mit dem vorgeschlagenen Beschluss, den noch offenen Finanzierungsbetrag von voraussichtlich bis zu rund 2,1 Millionen Euro in ihren Finanzhaushalten 2019 und 2020 bereitzustellen.

Kommunalen Anteil reduzieren

Nach der einstimmigen Ratswillensbildung zur Sanierung des bestehenden Hallenbades seien die Schulaufgaben geleistet und alle Aspekte noch einmal sondiert worden, um möglichst die Bundesmittel zu sichern. Wolfgang Hein vom Planungsbüro vision 12 habe herausgefunden, dass für die Sanierung grundsätzlich auch positive Förderaussichten für bis zu 700000 Euro aus einem Programm für energetische Sanierung bestehen. „Das würde den kommunalen Anteil noch einmal deutlich reduzieren“, sagte Nolte. Dieser Anteil wird in der Beschlussvorlage mit rund 1,1 Millionen und rund einer Million Euro für die Finanzhaushalte 2019 und 2020 vorgeschlagen. Das müsse dann noch mit der Kommunalaufsicht abgestimmt werden, sagte Nolte.

Herausforderung für den Haushalt

Den kommunalen Anteil in den Haushalt zu integrieren sei die Herausforderung, mit der sich der Ausschuss und der Rat beschäftigen müssen, sagt der Ausschussvorsitzende Andreas Diedrich (CDU). „Wir müssen es jetzt endlich mal durchziehen“, forderte die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Glahn, „denn wir treten auf der Stelle.“ Und alle sollten auch die Variante im Blick haben, dass die Mittel der NBank nicht kommen. An der jetzigen Stelle sei die Stadt schon gewesen, vor einem Jahr.

Grundsätzliche Suche abschließen

„Und wir müssen ganz klar schauen, was mit dem Paket überhaupt noch machbar ist“, verwies Glahn darauf, dass unklar sei, ob das Sprungangebot und das Kleinkindbecken aufrechterhalten werden können. Die jetzige Variante beinhalte nur, was mindestens benötigt werde, um das Bad die nächsten zehn halten zu können, sagte Diedrich. „Wenn es so kommen sollte, können wir froh sein, dass wir das Schwimmsportangebot halten können.“ Auch Jochen Mitschke (Gründe) hält den eingeschlagenen Weg für den richtigen. Er hofft, dass „wir die grundsätzliche Suche abschließen können“.

Zusätzlicher Topf

Einen Neubau des Bades will Lothar Dinges (WDB) nicht aus den Augen lassen. Am wichtigsten sei aber, dass das Schwimmsportangebot erhalten bleibe, deshalb habe sich seine Fraktion dazu durchgerungen, zunächst einmal das Bad mit 100 000 Euro zu reparieren. Es sei positiv, dass der Bürgermeister noch einen weiteren Topf gefunden habe, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende Thorsten Feike. Auch er sieht den aktuellen Antrag als „einzige logische Konsequenz“. Die Frage nach alt oder neu stelle sich seiner Meinung nach gar nicht, vielmehr die Frage: „Wollen wir renovieren oder wollen wir gar nichts?“

Von Rüdiger Franke

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