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Duderstadt Duderstadt will Fördermittel für Hallenbad-Sanierung retten
Die Region Duderstadt Duderstadt will Fördermittel für Hallenbad-Sanierung retten
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00:20 04.08.2018
Blick ins Hallenbad Duderstadt beim Eichsfelder Grundschulcup 2018. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Was ist in den vergangenen Jahren nicht alles versucht worden, um das Schwimmsportangebot in der Stadt Duderstadt zu sichern. Nun soll der Antrag der Stadt Duderstadt „auf Umwidmung einer Zuwendung für das Projekt Hallenbad Duderstadt“ die ursprünglich einmal für eine Sanierung des Altbaus am Standort Auf der Klappe, dann für einen möglichen Neubau nahe des Freibades, zugesagten Bundesmittel nun doch wieder für die Altbausanierung retten. Das Schreiben, das der Bürgermeister mit Datum 31. Juli an die Zuschussgeber in Bonn und Berlin geschickt hat, beinhaltet „neue Antragsunterlagen“ für eine „aus finanzieller Sicht notwendig gewordene, weiterentwickelte Planung für eine Sanierung des bestehenden Hallenbades“.

Hoffen auf Umwidmung und Fristverlängerung

Nolte folgt damit dem einstimmigen Beschluss des Rates der Stadt vom 25. Juni, wonach unter anderem die notwendigen Investitionen zur Wieder-Inbetriebnahme des Hallenbades zur Saison 2018/2019 von bis zu 100 000 Euro aus den städtischen Haushaltsmitteln bereitgestellt werden sollen. Über diese geplante Reparatur hinaus sollte die Umwidmung der zuletzt für einen Neubau genehmigten Fördermittel beantragt werden, auch einhergehend mit der Bitte um eine notwendige Fristverlängerung für die bauliche Verwendung der Bundesmittel über den 31. Dezember 2020 hinaus.

Die Variante eines Ersatz-Neubaus für die Duderstädter Schwimmhalle am Standort Freibad war Ende 2017 vom Bund mitgetragen worden, scheiterte aber an der Finanzierbarkeit. „Eine Finanzierung der Deckungslücke für den vorgesehenen Ersatz-Neubau von mindestens 6,2 Millionen Euro“ bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 9,5 Millionen Euro sei insbesondere auch vor dem Hintergrund des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen „allein durch die Stadt Duderstadt nicht zu realisieren“, schildert der Duderstädter Bürgermeister in seinem aktuellen Antragsschreiben die Situation. „Die Bemühungen zur Einwerbung zusätzlicher finanzieller Unterstützung aus anderen Förderprogrammen“ hätten sich „leider bisher nicht erfolgreich gestaltet“, argumentiert Nolte weiter.

Mögliche Landesförderung ab 2019

Allerdings habe aktuell das Land Niedersachsen das angekündigte Sportstättenförderprogramm mit einem Volumen von 100 Millionen Euro insoweit konkretisiert, dass auch Hallenschwimmbäder aufgenommen werden könnten – unter welchen Voraussetzungen werde zurzeit beim Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport erarbeitet. Konkrete Aussagen zur Umsetzung des Programms seien realistisch erst im ersten Halbjahr 2019 zu erwarten, so Nolte. Wegen der Terminierung der Bundesförderung sei die von der Stadt angestrebte Kumulation von Bundes-, Landes- und Drittmitteln nicht erreichbar.

Mit dem jetzigen Schreiben an den Zuwendungsgeber beantragt die Stadt, „die zugesagte Förderung in Höhe von 3,32 Millionen Euro für die Stadt Duderstadt aufrecht zu erhalten und jetzt für die aktuelle Sanierungsvariante des Hallenbades Auf der Klappe mit einem Bruttogesamtinvestitionsvolumen von bis zu 5 436 669 Euro umzuwidmen und zu bewilligen“. Darüber hinaus bemühe sich die Stadt weiterhin um zusätzliche Fördermöglichkeiten, um den Eigenanteil zu reduzieren. Nolte denkt da zum Beispiel an das Programm der N-Bank Hannover „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen“. Wie der Bürgermeister schließlich auch noch betont, sei einer ersten Einschätzung des Staatlichen Baumanagements in Hannover zufolge bei den überarbeiteten Sanierungsplanungen für den Hallenbad-Altbau nicht mit Einwänden zu rechnen.

Politik wartet Entscheidung des Bundes ab

Seitens der Politik im Rat der Stadt wird nun abgewartet, wie der Bund über den neuen Vorstoß unter neuen Vorzeichen entscheidet. Das haben beispielsweise die Fraktionsvorsitzenden von SPD, Doris Glahn, und CDU, Andreas Diedrich, signalisiert.

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Der Artikel wurde korrigiert.

Von Britta Eichner-Ramm

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