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Duderstadt Duderstadt will Stadtentwicklung bündeln
Die Region Duderstadt Duderstadt will Stadtentwicklung bündeln
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20:29 12.09.2018
„Wir halten treu und fest zusammen“ so der Refrain des Liedes „Mein Duderstadt am Brehmestrand“, das beim Anblick des Anreischke im Turm Historisches Rathaus Duderstadt zu hören ist. Jetzt sollen die verschiedenen Akteure aus Tourismus, Kultur und Wirtschaft mehr zusammenarbeiten. Quelle: Christina Hinzmann
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Duderstadt

Ganz viele unterschiedliche Akteure kümmern sich in Duderstadt um Themen wie Tourismus, Kultur oder Wirtschaftsförderung. Zielführender wäre aus Sicht der Politik aber die Bündelung der Aufgaben.

Die Idee ist nicht neu, die vorhandenen Aktivitäten zur Stadtentwicklung zu bündeln. Jetzt hat die SPD-Fraktion das Thema aufgegriffen und zur Diskussion gestellt. Grundsätzlich sind sich die Fraktionen darin einig, dass die Themenbereiche zusammengeführt werden sollten, um am Ende eine zielorientierte und koordinierte Stadtentwicklung zu erreichen. Die Frage ist nur das Wie.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung begründete Doris Glahn (SPD) den Antrag ihrer Fraktion. „Wir haben viele Akteure, die sich mit verschiedenen Themen befassen“, sagte sie. Beispiel Tourismus: hier ist die Stadtverwaltung involviert, Duderstadt sei Mitglied im Verein HVE Eichsfeld Touristik, außerdem sei das Fachwerk-Fünfeck zu nennen, so Glahn. Dabei kümmere sich jeder um seinen eigenen Bereich, mit Blick auf die touristische Weiterentwicklung der Stadt fehle aber eine Strategie. „Dazu muss es Vorgaben geben“, betonte Glahn.

Es fehlt ein umfassender Veranstaltungskalender

Ähnlich sei das im Bereich Kultur und Kunst, wo unter anderem die Theater- und Konzertvereinigung (TKV), und die LNS-Gesellschaft aktiv seien. „Es fehlt aber ein umfassender, abgestimmter Veranstaltungskalender“, der auf einen Blick die kulturellen Angebote zusammenfasse. Aus Sicht der SPD fehle es „an einer gemeinsamen Strategie und ein bisschen auch an Professionalität in der Umsetzung“.

Glahn erinnerte daran, dass Duderstadt in Konkurrenz mit anderen Kommunen stehe, was beispielsweise den Bereich der Wirtschaftsförderung betreffe. Der Verein Treffpunkt Stadtmarketing kümmere sich zwar um die Märkte und vertrete die Interessen seiner Mitglieder. Zu einem umfassenden Stadtmarketing zählten aber alle Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote und Dienstleistungen der Stadt. Außerdem werde Wirtschaftsförderung sowohl von der Stadtverwaltung als auch durch die Mitgliedschaft der Stadt in der WRG (Wirtschaftsregion Göttingen) abgedeckt. Bedarf sieht die SPD etwa im Leerstandsmanagement und der Vermietung leerstehender Verkaufsräume für regionale Anbieter.

Wohin soll die Reise gehen?

All dies seien nur Beispiele, sagte Glahn und fordert daher eine Analyse der Ist-Situation samt Zahlen und Daten, etwa wie hoch die städtischen Ausgaben beziehungsweise die Haushaltsansätze für die verschiedenen Bereiche sind. Auf Basis dieser Fakten und Informationen über Modelle etwa aus anderen Städten soll dann entschieden werden, wo die Reise hingehen soll.

Eine Bündelung der Kräfte in der Stadt sei „längst überfällig“ und stehe außer Frage, sagten Jochen Mitschke (Grüne) und Thomas Rössing-Schmalbach (CDU). Die Frage sei nur, inwieweit einzelne Akteure bereit sein werden, zum Beispiel Kompetenzen abzugeben, wie Thorsten Feike (FDP) zu bedeknen gab, oder sich finanziell einzubringen. Auch sei zu diskutieren, welches „Konstrukt“ gewählt werden soll. Die SPD hatte in ihrem Antrag eine kommunale Stadtentwicklungsgesellschaft vorgeschlagen, denkbar wäre aber auch ein Verein. Dem Vorschlag Rössing-Schmalbachs, eine interfraktionelle Arbeitsgruppe soll gegebenenfalls unter fachlicher Hilfe über Möglichkeiten der Bündelung der Kräfte beraten, schlossen sich die Gremiumsmitglieder einhellig an. Wichtig sei, dazu alle an einen Tisch zu holen, so Feike.

Thomas Gerlach (WDB) erinnerte daran, dass seine Fraktion schon 2016 einen ähnlichen Antrag eingebracht habe, und Mitschke ergänzte, dass er sich bei Gründung der Stadtentwicklungsgesellschaft Duderstadt 2020 genau das jetzt ins Auge gefasste Ziel erhofft habe. Ausschussvorsitzender Hermann Hesse (CDU) legte Wert darauf, den „Spielball in der Politik“ zu halten und nicht an die Verwaltung abzugeben.

Von Britta Eichner-Ramm

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