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Duderstadt Duderstadt will fahrradfreundlich werden
Die Region Duderstadt Duderstadt will fahrradfreundlich werden
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07:00 08.09.2018
Im Mai begutachteten Vertreter von Stadt, Landkreis, Polizei und Straßenbaubehörde bei einer Verkehrsschau die Situation für Radfahrer in Duderstadt. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Duderstadt könnte fahrradfreundlicher und im Idealfall Modellkommune werden. Auf jeden Fall aber sollen Mittel in die Sicherheit auf zwei Rädern in der Stadt fließen.

Das ist das Ergebnis von zwei Fachausschüssen, die sich vor wenigen Tagen mit dem Thema Radverkehr in Duderstadt befasst haben. Zum einen stimmte der Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Bauen, Planen und Energie des Kreistages Göttingen einstimmig für eine 50-Prozent-Förderung verschiedener Punkte zu, die das Radfahren in Duderstadt und den Ortsdurchfahrten von Westerode und Duderstadt in Richtung Breitenberg sicherer machen sollen. Zum anderen hat die Duderstädter Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Vorschläge für einen „zukunftsfähigen Radverkehr“ zur Diskussion gestellt.

Die Stadt hatte bei einer fahrradspezifischen Verkehrsschau im Mai Gefahrenpunkte für Radfahrer benannt. Darauf aufbauend stimmten Stadt und Landkreis verschiedene Einzelpunkte ab, wo zum Beispiel Markierungen, geänderten Verkehrsführungen für Radfahrer und geringfügigen baulichen Veränderungen eine „spürbare Verbesserung des Radverkehrs nach sich ziehen“ sollen. So zumindest ist es im Förderantrag der Stadt an den Landkreis im Rahmen des Masterplans Radverkehr formuliert. Der entsprechende Beschlussvorschlag wurde gerade erst einstimmig angenommen.

30000 Euro an Kreiszuweisung

50 Prozent der geschätzten Herstellungskosten sollen danach als Kreiszuweisung an die Stadt Duderstadt fließen – 30000 Euro werden bewilligt. Größte Einzelpositionen sind zum Beispiel Verbesserungen im Bereich der Ortsdurchfahrt Westerode – Schutzstreifen, Markierungen und anderes – mit rund 12400 Euro und in der Ortsdurchfahrt Duderstadt in Richtung Breitenberg – etwa Markierung eines Radfahrstreifens – mit 9580 Euro.

Das stellt aus Sicht des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Jochen Mitschke „aber nur den absoluten Mindeststandard für sicheres Radfahren dar“. Er erläuterte während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz, dass der Radverkehr zunehme und auch E-Bikes eine immer größere Rolle spielten. Derzeit würden weltweit Radwege zu sogenannten „Geschützten Radfahrstreifen“ umgestaltet, zum Beispiel in Berlin. Mitschkes Vorschlag: zu prüfen, ob so etwas auf dem die Stadt umgebenden Stadtring möglich wäre und Duderstadt als Modellstadt in  frage käme. Auch könnte die Stadt damit als „fahrradfreundliches Mittelzentrum ein Alleinstellungsmerkmal erlangen“, so die Idee der Grünen. Weiterhin wünscht sich Mitschke, dass Möglichkeiten geprüft werden, inwieweit die Innenstadt mit einem Netz aus Fahrradstraßen erschlossen werden könnte.

„Step by Step“

In der folgenden Diskussion plädierte Thomas Rössing-Schmalbach (CDU) dafür, zunächst einmal die im Masterplan Radverkehr beschlossenen Maßnahmen „Step by Step“ umzusetzen und dann zu sehen, wo noch Bedarf ist. „Nicht jeder teilt diese Leidenschaft“, kommentierte er. Zudem sei der Stadtring ja in erheblichen Teilen Bundesstraße, wies Rössing-Schmalbach auf mögliche Hinderungsgründe für ein solches Modellprojekt hin. Mitschke blieb dabei, die Idee bei Landkreis und Straßenbaubehörde prüfen zu lassen.

Unterstützung erhielt Mitschke von den Ausschussmitgliedern der SPD, der WDB und der FDP. Doris Glahn (SPD) wünschte sich ergänzend, dass in die Zukunftsplanungen zum Thema Radverkehr in der Stadt auch gleich auch Möglichkeiten rund um das Thema E-Bikes aufgegriffen werden – so zum Beispiel mögliche Standorte von Ladestationen, Abstellplätze für E-Bikes und ähnliches. Die Vorschläge der Grünen sollten parallel zu den beschlossenen Punkten des Masterplans geprüft werden, damit nicht so viel Zeit verloren geht, riet Thorsten Feike (FDP) und unterstützte auch Glahns Vorstoß. Immerhin gebe es für den Bereich E-Bikes zurzeit verschiedene Fördermöglichkeiten, so Feike. Und auch Lothar Dinges sprach sich dafür aus, den Prüfauftrag zu erteilen. „Mit den Antworten haben wir dann eine gute klare Ausgangslage“, so Dinges’ Argument. Am Ende stimmte das Gremium mehrheitlich bei drei Enthaltungen aus Reihen der CDU für Mitschkes Vorschlag einschließlich der Ergänzung um das Thema E-Bikes.

Von Britta Eichner-Ramm

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