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Duderstädter Jägerschaft gibt Tipps zur Prävention heraus

Seuchenausbruch verhindern Duderstädter Jägerschaft gibt Tipps zur Prävention heraus

Thomas Ehbrecht warnt vor den Gefahren der Afrikanischen Schweinepest. Alle seien aufgerufen, den Ausbruch der Seuche zu verhindern. Deshalb hat der stellvertretende Vorsitzende der Duderstädter Jägerschaft Tipps zum Erkennen der Krankheit zusammengestellt.

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Wildschweine sind von der Afrikanischen Schweinepest bedroht.

Quelle: picture alliance / blickwinkel/S

Duderstadt. Die Symptome der Afrikanischen Schweinepest sind Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemprobleme. Für Laien sei die Krankheit dadurch erkennbar, dass die Tiere nicht die Flucht ergreifen, sondern liegenbleiben würden. Von der Erkrankung eines Tieres bis zu dessen Tod dauerte es in der Regel etwa eine Woche. Nach Informationen Ehbrechts gebe es derzeit rund 300000 Wildschweine in Deutschland. Allerdings gebe es keine wissenschaftlich gesicherten Zahlen über den tatsächlichen Bestand.

Die Präventionsmaßnahmen seien in den meisten Bundesländern bereits angelaufen. Ehbrecht betont, dass die Jäger trotz der Gefahrensituation die geltenden Regeln für die Bejagung des Schwarzwildes nicht außer Acht lassen dürfen.

Die Übertragung der Afrikanischen Schweinepest erfolge zum einen direkt von Tier zu Tier, insbesondere über Körperflüssigkeiten wie Schweiß und zum anderen über kontaminierte Gegenstände. Ehbrecht weist darauf hin, dass die Krankheit nicht auf Menschen übertragbar sei. Allerdings könne es zu einer Ansteckung von Hausschweinen kommen. In diesem Fall müssten die Schweine getötet werden, da ihr Fleisch nicht weiter verarbeitet werden darf.

Das Virus sei nur von Schweinen auf Schweine übertragbar, sodass durch den Wolf und andere Fleisch- und Aasfresser die Afrikanische Schweinepest nicht weiter verbreitet werde. Sollte die Krankheit dennoch ausbrechen, sollte der Fokus laut Ehbrecht auf der Prävention liegen. Dazu gehöre, dass Wildschweine, vor allem junge Bachen, mit den legalen Mitteln bejagt werden sollten, um den Bestand zu reduzieren. Außerdem sei es wichtig, dass Abfall nur in geschlossenen Behältern entsorgt werde, damit es nicht zu einer Verschleppung von infizierten Fleisch- und Wurstresten komme. Wichtig sei zudem die Früherkennung, weshalb verdächtige Wildschwein-Kadaver nicht bewegt werden sollte, und eine Information des Amtstierarztes erfolgen sollten. „Der Abtransport ist wegen der Ansteckungsgefahr nur in einem dichten Behälter zulässig“, sagte Ehbrecht. Andere Wildschweine könnten sich an den Rückständen des erkrankten Tieres anstecken.

Außer der Reduzierung des Wildbestandes könnten die Jäger aber auch durch weitere Schutzvorkehrungen den Ausbruch der Seuche in Deutschland verhindern. Sie sollten nicht in die Regionen zum Jagen fahren, in denen die Afrikanische Schweinepest bereits ausgebrochen ist. Dazu zählen unter anderem Polen, Tschechien, das Baltikum, die Ukraine, Weißrussland und Russland. Zudem sei es erforderlich, Jagdkleidung regelmäßig zu desinfizieren.

Von Vera Wölk

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