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Duderstadt Duderstädter Polizei stellt Verkehrsunfallstatistik 2012 vor
Die Region Duderstadt Duderstädter Polizei stellt Verkehrsunfallstatistik 2012 vor
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00:22 27.03.2013
Von Anne Eckermann
Prävention bleibt oberstes Gebot: Mit Kontrollen und speziellen Programmen will die Duderstädter Polizei die Unfallzahlen in der Region dauerhaft senken. Quelle: Bachert
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Duderstadt

Gleichzeitig deutet das Zahlenwerk aber auf eine weitere Entwicklung hin. Es gibt eine neue Risikogruppe bei den Verkehrsteilnehmern: die Autofahrer 50 plus.

Die absolute Zahl der Verkehrsunfälle auf den Eichsfelder Straße ist 2012 zwar geringfügig von 1125 auf 1136 gestiegen, doch das werten Moneke und sein Kollege Hermann Niesen, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, als „nicht entscheidend“. Für sie zählt die Bilanz bei den verletzten Unfallopfern.

„Die Zahl der Unfalltoten ist  innerhalb eines Jahres von vier auf drei gesunken, die Zahl der Schwerverletzten ging von 46 auf 45 zurück und die der Leichtverletzten von 184 auf 174“, so Niesen, der die Unfallopfer nach Beteiligung der einzelnen Gruppen aufschlüsselt:

Niesen

9 Mopedfahrer (neun in 2011), 26 Fußgänger (acht in 2011), 7 Kradfahrer (33 in 2011), 34 Radfahrer (22 in 2011) sowie 146 Autofahrer oder Insassen (162 in 2011). Besonders erfreut sind Moneke und Niesen über deutlich weniger verletzte Motorradfahrer: „Hier zeigt unsere Präventionsarbeit Wirkung“.

Verändert habe sich auch die Verteilung der Unfälle in der Region. „Es gibt nicht mehr – wie früher – Unfallschwerpunkte, mittlerweile geht es eher nach dem Salzstreuer-Prinzip“, so Moneke.

Altersgruppe 50+

Kopfschmerzen bereitet den Beamten allerdings eine neue Entwicklung. Bei über 50 Prozent der insgesamt 41 Verkehrsunfälle mit schwerwiegenden Personenschäden waren Verkehrsteilnehmer der Altersgruppe 50 und älter beteiligt. „Allein bei diesen Unfällen wurden drei Menschen getötet und 45 schwer verletzt“, beobachten Moneke und Niesen mit Sorge. Aus diesem Grund halten die Beamten es für notwendig, auch hier gezielte Präventionsprogramme anzubieten.

Moneke

„Über die Ursachen für die hohe Beteiligung älterer Verkehrsteilnehmer können wir momentan nur spekulieren. Vielleicht ist es die Routine, die Ältere unaufmerksam werden lässt, vielleicht aber auch nachlassende  Konzentration oder Leistungsfähigkeit“, haben sie Moneke und Niesen bereits Gedanken gemacht und wollen die Unfallursachen detailliert unter die Lupe nehmen.

Gleichzeitig bieten sie Vereinen, Verbänden sowie Altenheimen und anderen Gruppierungen an, sich auf dem Kommissariat zu melden, denn: „Wir bieten Vorträge und Schulungen für die betroffene Altersgruppe an“.

In diesem Zusammenhang freut Niesen und Moneke besonders, dass die Präventionsarbeit bei den jungen Fahrern Früchte getragen hat. Seit dem Start der Programme in 2010 konnten die Beamten einen Rückgang von 36 Prozent bei den Unfällen beobachten, die durch Fahranfänger verursacht wurden.

„Auf diesen Lorbeeren können wir uns aber nicht ausruhen. Die erhöhte Unfallgefahr durch mangelnde Fahrpraxis und nichtangepasste Geschwindigkeit bleibt Fakt“, weiß der Polizeichef.

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