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Duderstadt Räder von einem bis 300 Euro
Die Region Duderstadt Räder von einem bis 300 Euro
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18:00 08.04.2017
Quelle: Richter
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Duderstadt

Wer am Sonnabend kurzfristig ein Fahrrad benötigt hat, hätte nach Duderstadt fahren sollen: Dort versteigerte die Stadt am Vormittag knapp 60 teils funktionsfähige Räder zu absoluten Niedrigpreisen.

Bei der Fundstücke-Versteigerung der Duderstädter Stadtverwaltung auf dem Garagenhof machten Fahrräder mehr als die Hälfte aller Gegestände aus. Manche gingen für ein oder zwei Euro weg – darunter Räder, die bei den regelmäßigen Fahrradversteigerungen am Göttinger Bahnhof locker das Zwanzigfache gebracht hätten. Manche Halbprofis deckten sich gleich mit vier oder sieben Rädern ein.

Vor den Rädern kamen jedoch andere Objekte, die von vergesslichen oder unaufmerksamen Zeitgenossen gerne mal liegengelassen oder verloren wurden, an die Reihe – Brillen, Ringe, Armreife, ein Gehstock, ein Satz originalverpackter Bettwäsche oder Handtaschen. Trotz engagierten einsatzes der gutgelaunten Auktionatorin Evelyn Stellhorn kamen hier kaum nennenswerte Beträge zusammen – für den Gehstock für sechs Euro oder einen goldenen Ring für 13 Euro wurden noch am meisten geboten.

Versteigerung in Duderstadt

Gewartet hatten die meisten der vielleicht 50 Interessenten aber ohnehin auf die Fahrräder. Die hatte die Stadtverwaltung grob nach Attraktivität und damit nach zu erwartender Erlöshöhe gestaffelt, verriet Alexander Gromotka, Auszubildender bei der Duderstädter Stadtverwaltung.

Mindestens ein halbes Jahr, sagte Gromotka, hätten die als Fundstücke abgegebenen oder vom Bauhof aufgesammelten Fahrräder unabgeholt bei der Stadt stehen müssen, bevor sie in die Versteigerung – die erste ihrer Art seit drei Jahren in Duderstadt - gehen durften.

Mit den eher schäbigeren Rädern ging es los. Gromotka schob das zu versteigernde Objekt heran, Auktionatorin Stellhorn stellte das Rad vor und Verwaltungsmitarbeiterin drehte auf dem einen oder anderen Rad eine Vorführrunde auf dem engen Garagenhof.

Ganz zum Schluss die edleren Zweiräder: Während ein eigentlich funktionsfähig aussehendes Scott Mountainbike, leider ohne Sattel, noch für zwei Euro wegging, brachte es ein durchweg mattschwarz lackiertes „Uncle Sam“-Rad schon auf 105 Euro. Und um das letzte zu versteigernde Fahrrad rissen sich die Besucher förmlich. Bei dem créme-roten „Diamant“-Damenfahrrad „Topas DeLuxe“ fiel der Hammer erst bei glatten 300 Euro.

Andererseits: Für knapp die Hälfte aller vorgestellten Räder fand sich überhaupt kein Interessent. Einige davon wiederum gingen noch im Nachverkauf weg.

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