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Duderstadt Anforderungen, Vorgaben und Konsequenzen
Die Region Duderstadt Anforderungen, Vorgaben und Konsequenzen
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00:30 15.01.2018
Jörg Schaper von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen referiert in Breitenberg über die neue Düngeverordnung. Quelle: Foto: Franke
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Breitenberg

„Das Thema stößt bei allen Landwirten auf großes Interesse“, erklärte Bernd Wüstefeld, Vorsitzender des Arbeitskreises interessierter Landwirte im Eichsfeld, „besonders weil sie bei Verstößen mit Konsequenzen bei den Ausgleichszahlungen rechnen müssen.“ Deshalb sei das Thema zum Auftakt des Winterweiterbildungsprogramm 2018 gewählt worden. „Überdüngung ist immer wieder ein Thema“, sagte Schaper, der in der Bezirksgruppe Northeim der Fachgruppe Pflanzenbau und Pflanzenschutz angehört. Allerdings sei die Nitratbelastung vor allem in Regionen mit hohem Tierbestand ein Problem. Dort gebe es nicht die Flächen, um die Menge an anfallendem Dünger auszubringen. Das gelte weniger für Südniedersachsen. „Allerdings sind wir trotzdem an die neue Verordnung gebunden“, ergänzte Wüstefeld. „Und wir müssen die Konsequenzen mittragen.“

Keinen Einfluss auf Einführung gehabt

Auf die Einführung der neuen Düngeverordnung habe die LWK keinen Einfluss gehabt, betonte Schaper gleich zu Beginn seines Vortrags. Seit fast zwei Jahren sei darüber geredet worden. Lange sei aber nicht klar gewesen, wann sie in Kraft treten werde. Es ist ein umfangreiches Regelwerk mit 15 Paragrafen auf mehr als 40 Seiten“, so der Referent. Darin seien die Bereiche vom Düngebedarf bis zur Länderermächtigung geregelt. Die Kammer habe auch noch nicht auf alle Fragen gleich die passende Antwort parat. Deshalb seien Fragen zunächst gesammelt worden. „Seit dem Sommer sind niedersachsenweit rund 200 Fragen zusammengekommen. Davon sind etwa 40 beantwortet.“ Dies sei unter anderem der Tatsache geschuldet, dass nach neuen Wahlen sich neue Konstellationen ergeben hätten und Punkte anders ausgelegt wurden als ursprünglich gedacht.

„Müssen jetzt andere Wege finden“

Die wichtigsten Punkte der neuen Verordnung seien die Düngebedarfsermittlung und der Nährstoffbereich, erklärte der Referent. Im Nährstoffbereich müsse jeder Landwirt schauen, an welchen Stellschrauben für die Düngerausnutzung er drehen könne. Unveränderbare Faktoren seien der Standort und das Klima. Veränderbare Faktoren seien die indirekten wie Bodenbearbeitung, Gründüngung, Sortenwahl, Fruchtfolge und Pflanzenschutz sowie die direkten wie die Menge, Form und Verteilung der Düngung sowie die Ausbringungstechnik. „Wir müssen jetzt andere Wege finden“, so Schaper.

Die Bedarfsermittlung sei einer der Punkte, der in Zukunft besonders kontrolliert werde. Deshalb müssten die Landwirte ihre Ermittlungsnachweise sieben Jahre aufbewahren. Wichtig bei der Rechnung sei, dass kein Punkt vergessen werde. Allerdings habe die LWK mittlerweile ein Excel-Modul erarbeitet, dass die Landwirte auf lwk-niedersachsen.de mit dem Webcode 01033199 herunterladen können. „Das Programm ist rechtsverbindlich“, erklärte Schaper. Denn die Tabelle sei mit der Düngebehörde abgestimmt.

Digitalisierung

Im zweiten Termin des Winterweiterbildungsprogramms des Arbeitskreises interessierter Landwirte im Eichsfeld stellt Professor Frank Beneke, Leiter des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften und Abteilung Agrartechnik stellt am Donnerstag, 18. Januar, die „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ vor. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Gasthaus Deppe in Breitenberg. rf

Von Rüdiger Franke

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