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Duderstadt Stein auf Stein die Gemeinschaft gefestigt
Die Region Duderstadt Stein auf Stein die Gemeinschaft gefestigt
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16:29 06.05.2017
Von Kuno Mahnkopf
Letzter Akt am Pfarrheim: Freiwillige Helfer pflastern das Außengelände.
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Desingerode

Landwirte stellten Fahrzeuge zur Verfügung, die ortsansässige Firma Elmar Friedrich einen Bagger. Der Chef packte selbst mit an, ebenso rund 20 weitere freiwillige Helfer. Dazu gehörten auch Jugendliche, deren Raum fertiggestellt ist und sich sehen lassen kann – mit Flatscreen an der Wand, dunkler Polstergruppe und freistehender Theke.

Rund 16 000 Pflastersteine galt es zum Projektabschluss auf 350 Quadratmetern zu verlegen. „Wir haben immer auch Fachleute vom Bau dabei“, sagt  Bauleiter Karl-Joseph Weber. „Noch haben wir alles im Ort – vom Architekten bis zum Zimmermann“, ergänzt Kolpingvorsitzender Michael Nachtwey. „Unglaublich, was hier ehrenamtlich geleistet wird“, freut sich Pfarrer George Velooparampil.

Pfarrheim-Fläche verdoppelt

Ein Dorfgemeinschaftshaus gibt es in Desingerode nicht, aber eine ebenso intakte wie  aktive Dorfgemeinschaft und ein Pfarrheim, das Puls des Dorflebens ist. Auf rund 80 000 Euro schätzt Nachtwey die Eigenleistungen am Pfarrheim, dessen Fläche auf 400 Quadratmeter verdoppelt wurde. Ohne die Arbeitseinsätze hätten sich die Gesamtkosten auf 200 000 Euro summiert. 50000 Euro habe die Stadt Duderstadt beigesteuert, 40000 Euro das Bistum, 20000 Euro die Kirchengemeinde St. Mauritius, 8000 Euro der Ortsrat. 

Noch ein Pflastereinsatz und Restarbeiten stehen an, dann soll zeitnah Eröffnung gefeiert werden. Die schon lange geplante Pfarrheim-Erweiterung, die das Bistum wegen der Gemeindefusionen auf Eis gelegt hatte, ist nicht das erste Projekt in Desingerode, das mit viel Eigenleistung gestemmt wird. Das galt schon für den Bau von Sport- und Schützenhaus sowie den Innenausbau des Feuerwehrgerätehauses.

Dorfbus bestellt

Darauf wird sich aber nicht ausgeruht. Der erst vor wenigen Wochen als „Dachorganisation“ gegründete Dorf-Förderverein habe bereits einen Ford-Kleinbus bestellt, sagt Nachtwey. Als Dorfbus soll er den örtlichen Vereinen zur Verfügung stehen.

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