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Duderstadt Barrierefreier Zugang fehlt
Die Region Duderstadt Barrierefreier Zugang fehlt
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22:30 04.05.2017
Diskussion über die Umgestaltung des Platzes. Quelle: rf
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Gerblingerode

„Wir haben diesen Platz für das Dorferneuerungsprogramm ausgesucht, weil sein Zustand schon von vielen Bürgern kritisiert wurde“, sagte Ortsbürgermeister Dieter Thriene (CDU). Die Treppen und Mauern seien sanierungsbedürftig und außerdem sei der Platz sehr klein.

Für das Planerteam bedeutete die Aufgabe eine besondere Herausforderung. Auf engem Raum sollten sie einen Platz der Begegnung schaffen. Und so präsentierten sie zunächst eine nach Kohls Angaben „Minimallösung, die nicht optimal ist“. Dabei bliebe der Weg, der hinauf zur Kapelle und den Gräbern führt. Gegenüber vom Denkmal würde eine Sitzecke eingerichtet. Dazu würde das Denkmal gesäubert und die Stufen und Mauern ausgebessert, aber nicht erneuert.

Die zweite Variante gefiel den Ortsratsmitgliedern deutlich besser. In Kreuzform waren die Treppenzugänge angeordnet. Vom Ehrenmal sollte weiterhin eine Treppe auf eine tiefere Ebene führen, die mit neuen Mauern umringt würde. Von dieser Ebene würden drei weitere Treppen abgehen - eine direkt zur Straße hinunter, eine zum bisherigen Eingang sowie eine hinauf in Richtung Friedhof. Doch Thriene merkte sofort an, dass ein barrierefreier Zugang fehlte. „Das können wir den Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl nur schwer vermitteln.“

Kohl erklärte, dass der jetzige Weg eine Steigung von elf Prozent aufweise. Für neue Projekte würden nur sechs Prozent genehmigt. Doch beim Ideenaustausch fanden sich erste Lösungsansätze. So könne er sich vorstellen, den Platz zu verlegen, so Thriene, denn auf dem Friedhof gebe es ausreichend Flächen.

Bauamtsleiter Johannes Böning schlug vor, das Ehrenmal stehen zu lassen, wenn der Platz zurückgebaut würde. Am neuen Platz könnten die Tafeln mit den Namen der Gefallenen einen Platz finden. Dazu müssten aber noch die Fördermöglichkeiten geklärt werden. Denn nach Bönings Angaben koste allein die Minimallösung bereits 50000 Euro, die zweite Variante dreimal soviel. In einer der nächsten Sitzungen des Ortsrates sollen die Pläne vorgestellt werden. Thriene hofft auf die Umsetzung in 2018. Dazu müsse aber der Stichtag für die nächste Antragstellung am 15. September eingehalten werden.

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