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Duderstadt Eichsfelder Entscheidungsträger zum Regierungswechsel
Die Region Duderstadt Eichsfelder Entscheidungsträger zum Regierungswechsel
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00:17 24.01.2013
Von Kuno Mahnkopf
Auszählung: Wahlhelfer sortieren Stimmzettel nach Schließung der beiden Wahllokale in Gerblingerode. Quelle: Schneemann
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Eichsfeld

Was bedeutet das für die schwarze Hochburg Eichsfeld, in der sich immer wieder Landesminister die Klinke gegeben haben? Zurückhaltend und diplomatisch äußern sich dazu die politischen Entscheidungsträger im Untereichsfeld.

Ginge es nach Wolfgang Wucherpfennig (SPD), Bürgermeister der Samtgemeinde Radolfshausen, gebe es schon bald eine neue Verwaltungsstruktur. Nach dem für ihn erfreulichen Wechsel in Hannover erwartet er viel für Südniedersachsen – auch, dass die Kreisfusion zügig vorangeht. „Wir müssen zusammenhalten, um weiterzukommen“, sagt Wucherpfennig: „Die Region bekommt dadurch mehr Gewicht, Wettbewerbschancen und wirtschaftliche Dynamik.“

Die SPD habe sich die Förderung Südniedersachsens, das den Anschluss ans Landesniveau verloren habe, auf die Fahnen geschrieben. Im Schulbereich – insbesondere bei den Grundschulen und der Ganztagsbetreuung – hofft Wucherpfennig, dass „sich die teilweise unhaltbaren Zustände bald verbessern werden.“

Verlängerung der Grundschulzeit

Die Bürgermeisterin der benachbarten Samtgemeinde Gieboldehausen, Marlies Dornieden (CDU), geht davon aus, dass es in grundsätzlichen Fragen Kontinuität geben wird, sich an Förderung und Gewichtung der Region nicht viel ändern wird. Mögliche Auswirkungen auf die Kommunen könnte es bei den Wahlperioden für die direkt gewählten Bürgermeister und einer Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jahre geben: „Ob das kommt oder nicht, bleibt abzuwarten.“ Ansonsten glaubt Dornieden weder an gravierende Änderungen bei der Förderkulisse noch bei den Tarifabschlüssen im öffentlichen Dienst.

„Es gilt jetzt, zunächst die Koalitionsverhandlungen abzuwarten und anschließend das Bestmögliche für die Region zu erreichen“, sagt Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) – ohne den Regierungswechsel bewerten oder überbewerten zu wollen. Nolte dankt der „Landesregierung, die uns auf vielen Wegen begleitet hat“,  und beglückwünscht Lothar Koch (CDU) zu seiner Wiederwahl: „Koch ist und bleibt eine starke Klammer zwischen dem Eichsfeld und Hannover.“

Koch selbst, der die fünfte Legislaturperiode im Landtag vertreten sein wird, ist natürlich enttäuscht, dass „1020 Stimmen den Ausschlag in Niedersachsen gegeben haben“, betrachtet den Machtwechsel aber nüchtern und hält ihn für unproblematisch. „Ich kenne Weil und Wenzel, glaube nicht, dass eine neue Landesregierung das Eichsfeld links liegen lassen wird und werde sie auf Probleme aufmerksam machen“, meint Koch: „Vorher sind die SPD-Leute zu mir gekommen, jetzt gehe ich zur SPD.“

Alter Polit-Hase

Als alter Polit-Hase will Koch seine parteiübergreifenden Kontakte nutzen, durch die Sache überzeugen – und „nicht etwa meine Arbeit einstellen“, tritt er Äußerungen seiner SPD-Mitbewerberin am Wahlabend entgegen. Dabei werde er auch auf Zusagen der bisherigen Regierung drängen – von  der Dorferneuerung bis zum  Radwegebau. Zudem hofft Koch, dass „einige Genossen in Sachen Kreisfusion noch umschwenken werden“.

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