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Duderstadt Eigene Erfahrung mit dem kleinen Prinzen
Die Region Duderstadt Eigene Erfahrung mit dem kleinen Prinzen
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19:29 14.12.2009
Tage in der Wüste: Der kleine Prinz (r.) erzählt dem abgestürzten Piloten von seinen Erfahrungen mit den großen Leuten. Quelle: Walliser
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Als ganz besondere Vorweihnachts-Veranstaltung hatten die Theater- und Konzertvereinigung Duderstadt sowie die Sparkasse Duderstadt die bereits weitgereiste erfolgreiche Produktion der „drehbühne berlin“ eingeladen, die darüber hinaus mit einem Spendenbeitrag noch das Kinderhilfswerk unicef unterstützt. Eine anspruchsvolle, eng am Buch ausgerichtete Inszenierung die mit liebevollen, phantasiereichen Details ausgestattet ist, so dass große und kleine Besucher ihre ganz eigenen Erfahrungen mit diesem Werk machen konnten.

Pilot trifft Prinz

Sparsam hat Regisseur Lorenz Christian Köhler das Bühnenbild ausgestattet, in dem sich die Haupthandlung abspielt: im Wüstensand trifft der abgestürzte Pilot, dessen Rolle der Regisseur selbst übernimmt, auf den wunderlichen kleinen Prinzen (kraftvoll vertreten durch die deutsch-arabische Schauspielerin Nanda Ben Chaabane).

Während einiger gemeinsam verlebter Tage erfährt er von den niederschmetternden Erfahrungen, die das liebenswürdige Kerlchen mit den „großen Leuten“ der Welt gesammelt hat: vom König, über den affigen Eitlen, bis zum bornierten Geschäftsmann und dem erfahrungsscheuen Geographen. Sehr sanft aber dennoch eindrücklich, beamt Köhler diese Erfahrungen als Videoeinspielungen heran, die trotz Starbesetzung mit Bruno Ganz, Krause, Florian Lukas, Dieter Mann, Michael Mendl und Armin Rohde lautlos wie sie kommen auch wieder gehen. Umrahmt werden diese etwas abstrakt bleibenden Orts- und Perspektivenwechsel von einer anschaulichen und amüsanten Nebenhandlung mit zwei Geiern und einer Ratte, die sich auf kindlich einfache Weise streiten, dabei aber auf tiefsinnige Weise die Handlungen der Großen imitieren, kommentieren und dann ganz eigene Lösungswege finden. Ebenso unaufdringlich aber dennoch lebendig werden diese „Tiergeschichten“ mit Akkordeon, Gitarre, Trommel und Geige klangfarblich ausgeschmückt. Die eigentlich relevanten Lebensweisheiten von Freundschaft, Vertrauen und Liebe erfährt der kleine Prinz denn auch nicht in der Ferne von den Großen, sondern in seiner unmittelbaren Nähe auf der Bühne von den kleinen Tieren.

Rückkehr zur Rose

Diese tiefen Erfahrungen und Gewissheiten sind es dann auch, die am Ende den Schmerz vergessen lassen, wenn das neu geknüpfte Freundschaftsband von Prinz und Pilot sowie Prinz und Fuchs zerschnitten werden muss, damit der kleine Prinz zu seiner anvertrauten Rose zurückkehren kann: bleibt doch das natürliche kindliche Lachen zwischen den Sternen, das der kleine Prinz allen Menschen zum Abschied geschenkt hat und das das Publikum in den sonntäglichen Abend begleitet.

Von Claudia Oelze

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