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Duderstadt Einbrechern keine Chance lassen
Die Region Duderstadt Einbrechern keine Chance lassen
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00:20 11.02.2018
Ralf Borchardt, Johannes Loxen und Lutz Neumann (v.l.)  sprechen über Sicherheitstechnik. Quelle: Artmann
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Duderstadt

Organisiert von der Stadtentwicklungsinitiative Duderstadt 2020, waren hierzu Firmenbesitzer und Repräsentanten regionaler Unternehmen in das Max-Näder-Haus gekommen.

Wenn es einem potenzieller Täter nicht gelinge, in zwei bis drei Minuten die Türen eines „Objektes“ zu öffnen, dann lasse er von seinem Vorhaben ab, sagte Ralf Borchardt, Einbruchdiebstahl-Sicherungsbevollmächtiger der Gothaer Allgemeine Versicherung AG in der Hauptverwaltung Köln. Besitzer könnten schon mit relativ geringem Aufwand den Täter in eine Situation versetzen, die ihn von seinem Vorhaben abbringe.

Plädoyer für effiziente Sicherheitstechnik

Wichtig sei es, „keine Gebäudeöffnungen ungesichert zu lassen“. So sollten nach Verlassen eines Hauses die Türen abgeschlossen und Fenster nicht angekippt oder geöffnet sein. Der Referent riet dazu, Rollläden nicht ständig geschlossen zu lassen. Dies könne Einbrechern signalisieren, dass niemand zu Hause sei. Wichtig sei eine „gute mechanische Sicherungstechnik“. 60 Prozent der Täter würden daran scheitern, benannte Borchardt das Ergebnis einer Statistik. Rollzapfenverriegelungen an rückwärtigen Fenstern und Fenstertüren seien die größten Schwachstellen.

Borchardt riet zu Rahmenaufhebelsperren oder Pilzkopfverriegelungen. Die beste Sicherung für Türen seien Panzerquerriegel. Der Referent verwies darauf, dass die Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW) sogenannte Einbruchschutzmaßnahmen fördere.

Als Schutz vor Einbrechern werde Videoüberwachung immer stärker nachgefragt, berichtete Lutz Neumann von der Firma Wendler-Alarmanlagen aus Adelebsen. Bei der Auswahl komme es darauf an, ob der Nutzer unbekannte Personen identifizieren, bekannte Personen wiedererkennen oder Sachverhalte beobachten möchte. Neumann berichtete von einem System, bei dem in einem Kameragehäuse sechs Einzelkameras installiert seien, die sich individuell einstellen ließen. Das Zusammenspiel von Alarmanlagen und mechanischen Sicherungssystemen könne zu einer „optimalen Absicherung“ führen, „weil die Zeit des Einbruchs verlängert und die Zeit der Intervention verkürzt wird“.

Trojanern keine Chance lassen

Tipps für den Schutz vor „digitalen Einbrechern“ gab Johannes Loxen, Geschäftsführer der Göttinger Sernet GmbH. „Sichern sie Ihre Daten regelmäßig“, lautete der mehrfach wiederholte Appell von Loxen, der auf die Gefahren zu sprechen kam, die von Trojanern ausgingen. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die heimlich auf Rechnern installiert werden, ohne dass der Nutzer dies merkt. Eine Variante seien Erpressungstrojaner, die zur Konsequenz hätten, „dass nach der Installation des schädlichen Programms Geld verlangt wird“. Entweder werde mit den Programmen der Computer ganz oder teilweise lahm gelegt, Daten gestohlen oder verschlüsselt oder dem Benutzer werde glaubhaft versichert, einen Geldbetrag zahlen zu müssen, weil ansonsten für ihn peinliche Informationen publik würden.

Außer dem regelmäßigen Sichern von Daten empfahl Loxen unter anderem, „niemals auf Links direkt in einer Mail zu klicken“. Wer eine Mail verdächtig finde, sollte sich die Anhänge zunächst auf seinem Smartphone anschauen. Sepa-Lastschriftmandate sollten im Internet vermieden werden, lautete ein weiterer Ratschlag.

Von Axel Artmann

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