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Duderstadt Eisfläche des Seeburger Sees zieht Leichtsinnige an
Die Region Duderstadt Eisfläche des Seeburger Sees zieht Leichtsinnige an
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00:17 20.01.2013
Trügerische Idylle: Die Eisdecke des Seeburger Sees ist derzeit höchstens wenige Zentimeter dick. Quelle: Schauenberg
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Seeburg

„Es ist eigentlich gemeinhin bekannt, dass man den See nicht betreten darf“, sagt Marcel Peter, Ortsbrandmeister in Seeburg. „Aber trotzdem sind die Leute jedes Jahr wieder auf dem Eis“, weiß der Feuerwehrmann um die Unverbesserlichkeit vieler Wintersportler. Eine amtliche Kontrolle der Eistragfähigkeit und Freigabe der Fläche, wie sie auf dem Göttinger Kiessee vorgenommen wird, gibt es hier nicht.

Seeburgs Bürgermeister Harald Finke ist der einzige, der sich – wenn es notwendig erscheint – um präventive Maßnahmen kümmert, indem er vom Bauhof eine Rettungsleiter auf den Bootssteg legen lässt. Aus versicherungstechnischen Gründen wird dies wohl auch die einzige Maßnahme bleiben, denn eigentlich sollten sich Menschen weder auf noch in dem unter Naturschutz stehenden See befinden.

Eis noch viel zu dünn

Finke rechnet damit, dass „dass es am Wochenende losgeht“ und leichtsinnige Pioniere die Eisqualität selbst testen wollen. Ausdrücklich warnt er aber davor, die Fläche zu betreten: „Die Eisdecke ist noch viel zu dünn.“

Im Ernstfall kann es auf jede Minute ankommen, bevor der Körper im kalten Wasser zu stark ausgekühlt ist. Eine Alarmübung der Rettungskräfte simulierte im Januar 2009 ein solches Szenario – elf Minuten nach Eingang des Notrufs zogen zwei Feuerwehrmänner in Eisrettungsanzügen das vermeintliche Opfer aus dem See auf einen Rettungsschlitten.

Die Anzüge von damals – eine Dauerleihgabe der DLRG – waren schon lange undicht und konnten jetzt aufgrund einer erfolgreiche Spendeninitiative der Seeburger Ortsfeuerwehr ersetzt werden. Im Einsatzfall sorgen die Luftpolster des Anzuges für Auftrieb und sein Material wirkt wärmedämmend, sodass sich der Träger damit mehrere Stunden lang in eiskaltem Wasser aufhalten kann.

Angeschafft worden seien die Anzüge erstmals nach einem Unglücksfall im Jahre 2002, erinnert sich Peter. Ein 65 Jahre alter Mann war damals auf dem Seeburger See eingebrochen und konnte erst von den Einsatzkräften der Deutschen Rettungsflugwacht geborgen werden, da er bereits unter das Eis getrieben war. Der Mann  starb später im Krankenhaus. „Ich bin froh, dass ich so etwas in meiner Amtsperiode noch nicht erleben musste“, sagt Peter.

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