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Duderstadt Elterninitiative will für Fortbestand der IGS werben
Die Region Duderstadt Elterninitiative will für Fortbestand der IGS werben
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02:15 09.10.2017
St.-Ursula-Schule in Duderstadt Quelle: Arne Baensch
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Duderstadt

„Die Elternbefragung ist voraussichtlich unsere letzte Chance, die IGS als Schulform in Duderstadt zu erhalten“, erklärt Ulrich van Almsick, Sprecher der Elterninitiative und stellvertretender Schulelternrat der IGS St. Ursula Duderstadt. So langsam gingen der Initiative die Ideen aus.

Zwischenzeitlich hatte eine innovative Idee neue Hoffnung geschürt. Im Gespräch mit van Almsick hatte der evangelischen Pastor Jens-Arne Edelmann aus Gieboldehausen angeregt, bei der evangelischen Landeskirche anzufragen, ob eine Trägerschaft in Frage käme – eventuell auch in ökumenischer Form mit dem Bistum Hildesheim. Das Bistum als Träger hatte vor gut einem halben Jahr die Aufgabe der Trägerschaft beschlossen. Auf Dauer lasse sich eine IGS mit zwei Zügen nicht darstellen, hatte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz kürzlich im Gespräch mit dem Tageblatt erklärt. Das sei aus finanzieller und schulpädagogischer Sicht nicht zu verantworten.

„Ich finde konfessionelle Schulen gut“, erklärte Edelmann seinen Vorschlag. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen und Schülerzahlen stimmen. Die Idee einer ökumenischen Schule stamme aber nicht von ihm. „In Bremen gibt es solche Schulen bereits“, berichtete er. Und derzeit stünden in vielen Bereichen die Zeichen auf Ökumene.

Doch die Idee konnte sich an den entscheidenden Stellen offenbar nicht durchsetzen. Gerd Brinkmann, Leiter des evangelischen Schulwerks in Hannover, hatte in seinem Antwortschreiben an van Almsick das Engagement der Elterninitiative hervorgehoben. Deswegen habe es auch Gespräche mit der Bildungsabteilung des Bistums Hildesheim gegeben. Es sei dabei der Austausch zu der Möglichkeit einer gemeinsamen Trägerschaft gesucht worden. Allerdings sehe sich das Schulwerk nach Prüfung der Rahmenbedingungen nicht in der Lage, die Trägerschaft der IGS Duderstadt zu übernehmen.

Von Seiten des Bistums Hildesheim antwortete Jörg-Dieter Wächter, Leiter der Hauptabteilung Bildung, auch im Namen von Bongartz an van Almsick. Das Bistum werde nicht in Gespräche mit der evangelischen Landeskirche eintreten, schrieb er und nannte „im Wesentlichen die Aussichtslosigkeit des Anliegens“ als Grund. Zwar sei es „grundsätzlich ein interessanter Gedanke, die Trägerschaft einer Schule in ökumenischer Verantwortung zu führen“, aber schon die letzten Jahrgänge hätten längst nicht mehr genügend Schüler aufnehmen können, „um die Erfordernisse für eine integrierte Gesamtschule zu erfüllen“.

Das Angebot einer IGS sei für viele Schüler von Vorteil, sagt van Almsick. Nicht jeder Schüler sei in jedem Fach gut, und das werde in dieser Schulform berücksichtigt. Deshalb lohne es, weiterzukämpfen. „Wir werden nicht zu übersehen sein“, verweist er auf den Infostand beim Apfel- und Birnenmarkt.

Von Rüdiger Franke

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