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Duderstadt Erster Duderstädter Barockfrühling
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00:28 01.03.2018
Duderstädter Barock-Frühling: Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule spielen in der Aula der St.Ursula Schule. Helena Freckmann an der Violine. Quelle: Arne Bänsch
Duderstadt

Mit dem Kanon „Wachet auf“ begann das Konzert. Gespielt wurde es vom ganzen Ensemble (Orchester). Es folgte Johannes Hirzberger, der als einziger der zehn Solisten kein Streichinstrument, sondern das Stück „La Folia“ von Lars Holm auf seinem Akkordeon spielte. Flink glitten seine Finger über die Knöpfe und Tasten, während sein Kopf im Takt wippte.

„Herzlich willkommen zum ersten Duderstädter Barockfrühling“ begrüßte die Leiterin der Bezirksstelle Duderstadt, Sabine Gottschalk, das Publikum. Mehrere bunte Topfblumen schmückten die Treppe vor der Bühne: „Damit ein bisschen Frühlingsstimmung aufkommt“, sagte sie und lachte. Der Frühling ist nicht nur das Motto des Konzerts, sondern auch eines der vier Themen bei Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Die Solistin Sarah Bley spielte zusammen mit dem Orchester das Stück, und Gottschalk, die als Dirigentin agierte, beschrieb das Hörerlebnis: „Vielleicht haben sie das Vogelzwitschern, das Plätschern des Baches oder das Gewitter herausgehört.“

Julie Hirzbergerovà und Uwe Gildein begleiteten als Gäste der Musikschule viele der Solisten auf dem Akkordeon oder auf dem Klavier. „Die jüngste Schülerin ist in der zweiten Klasse und die älteste ist Abiturientin“, beschrieb Gottschalk.

Das Ensemble spielt. Quelle: Bänsch

„Der Förderverein der Kreismusikschule hat Barockbögen für unsere Streicherklassen angeschafft, und alle Kinder und Schüler lieben quer durch die Bank weg die Barockmusik“, erklärte Sabine Gottschalk das Zustandekommen des Themas. „Der Barockbogen ist leichter und kürzer als der normale“, erklärte Gottschalk dem Publikum, „er spricht sehr viel leichter an und ist dadurch für die Barockmusik besser geeignet.“Die Musik sei hell und klar und passe deswegen sehr gut zur Jahreszeit. „Wir wollen eine Reihe starten und jedes Jahr ein Barockkonzert mit anderen Instrumenten veranstalten“, verkündetet die Leiterin, die nicht nur moderierte und dirigierte, sondern auch zwei ihrer Schülerinnen auf der Violine begleitete.

Die Finger tanzten über die Saiten und erzeugten fröhliche Klänge, die den Raum mit Harmonie erfüllte. Konzentriert sich nicht zu verspielen, starrten die Spielenden ernst auf ihre Noten, doch spätestens beim verdienten Applaus huschte ein Lächeln über ihre Gesichter. Die Dauer der einzelnen Stücke unterschied sich deutlich: Violinistin Thea-Sophie Jung spielte beispielsweise das sehr kurze Duett in A-Dur aus Johann Sebastians Bachs Kantate „Mer hahn en neue Oberkeet“ und Anna Hirzberger das lange Stück „Largo affletuoso“ von Arcangelo Corelli auf der Violine.

Zum Schluss spielte das Orchester den Kanon „Come follow me“. Jeder Schüler bekam dann unter großem Applaus eine der Topfblumen geschenkt.

Von Madita Eggers

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