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Premiere für Jugendabend

Immingerode Premiere für Jugendabend

Nur zwei Jugendliche haben am Mittwoch den ersten Jugend­abend in Immingerode besucht. Sandra Holzapfel, Koordinatorin für das Dorf-FSJler-Projekt der Caritas Südniedersachsen, zog trotzdem ein positives Fazit. „Wir hatten Spaß“, sagte sie und setzt auf Mundpropaganda für die weiteren Termine.

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Max-Henrik und Konstantin beim ersten Jugendabend in der Mehrzweckhalle in Immingerode.

Quelle: Foto: Bänsch

Immingerode. Anfangs habe im Modellprojekt mit dem Titel „Dorf-FSJler (FSJ = Freiwilliges Soziales Jahr), Dorf-BFDler (BFD = Bundesfreiwilligendienst) und Flüchtlingstandems zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld“ nur die ältere Generation im Fokus gestanden, sagte Holzapfel. „Wir haben aber festgestellt, dass die gesamte Dorfgemeinschaft einbezogen werden sollte.“ Deshalb hätten sich die fünf Dorf-FSJler verstärkt um die Jugend gekümmert, da es in manchen Orten keine Angebote für diese Altersgruppe gebe. Auch Jugendräume gebe es nicht überall. So entstand unter anderem die Idee des Jugendabends für Immingerode.

Der Jugendabend soll jede Woche mittwochs von 18 bis 20 Uhr in der Mehrzweckhalle in Immingerode angeboten werden. Ortsbürgermeister Stefan Stollberg (CDU) begrüßt das neue Angebot für die Jugend des Ortes. Dieses sei gemeinsam mit dem Dorf-FSJler Luca Raabe im Dorfteam, das innerhalb des Modellprojektes gebildet wurde, entwickelt worden. „Wir wollten erst einmal beginnen“, so Holzapfel. Das Projekt solle sich noch entwickeln, weshalb die Altersspanne mit sechs bis 18 Jahren bewusst breit angesetzt worden sei. „Wir wollten einfach keinen ausgrenzen“, erklärte Stolberg.

Luca Raabe verpasste krankheitsbedingt die Premiere. Für ihn sprang kurzfristig die Gieboldehäuser Dorf-FSJlerin Luna Quinque ein. „Die Arbeit im Projekt macht Spaß“, berichtete die 18-Jährige. Sie habe im Vorfeld keine Vorstellungen gehabt und sich nach dem Abitur spontan für das Freiwillige Soziale Jahr entschieden. Der Abend habe ihr Spaß bereitet, auch wenn der Zuspruch noch ausbaufähig sei. Dafür wollen unter anderem auch der zwölfjährige Konstantin und der elfjährige Max-Henrik sorgen. „Wir wollten uns mal anschauen, was hier angeboten wird“, sagte Konstantin, warum die beiden sich für einen Besuch in der Mehrzweckhalle entschieden hatten. „Wir werden den anderen sagen, dass es hier Spaß macht.“ Das bestätigte auch Max-Henrik.

Die beiden Organisatorinnen hatten für die Premiere ein Kegelspiel mit Schaumstoff-Zylindern und weichen Bällen mitgebracht. Doch die Jungs funktionierten es in eine Art Dosenwerfen um. Auf die Spitze der Pyramide packten sie einen Schaumstoffwürfel, dessen Augenzahl zur Anzahl der umgeworfenen Zylinder hinzuaddiert wurde. Weiterhin gab Puzzle und andere Logikspiele im Angebot.

Das Projekt der Dorf-FSJler läuft noch bis August 2019, wie die Koordinatorin erzählte. Danach solle sich der Jugendabend verselbstständigen. „Wir geben hier nur den Anstoß“, sagte Holzapfel, „wollen aber auch nicht, dass im Anschluss alles wieder zusammenbricht, was in der Zeit aufgebaut wurde.“ So sei denkbar, dass vielleicht jemand aus dem Dorfteam sich bereit erklärt, sich darum zu kümmern, dass die Halle geöffnet werde, so wie es Karl Rathswohl bei der Premiere machte.

Von Rüdiger Franke

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