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Duderstadt Fliesen-Diederich: Familienbetrieb besteht 50 Jahre
Die Region Duderstadt Fliesen-Diederich: Familienbetrieb besteht 50 Jahre
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00:17 02.02.2013
Von Heinz Hobrecht
Seit 1995 in Gieboldehausen: Ausstellungs- und Lagertrakt von Fliesen-Diederich in der Ludwig-Erhard-Straße (oben). 25 Jahre liegen dazwischen: Belegschaft im Jahr 1988 (links unten) und Januar 2013. Quelle: Schauenberg/EF
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Gieboldehausen

In vielen Betrieben leisten neben den Angestellten die Angehörigen der Betreiber-Familie selbst einen wichtigen Beitrag für den Erfolg des Unternehmens. Bei Fliesen-Diederich ist das besonders ausgeprägt. Vom Ein-Mann-Unternehmen entwickelte sich die heute 20-köpfige GmbH zum Familienbetrieb, der weit über die Region hinausstrahlt.

Eine ganze Reihe von Diederichs gehören zur Firma. Angefangen bei Vater Rudi (Bild unten), dem Seniorchef. Am 8. Januar 1963 legte der gebürtige Wollbrandshäuser mit der Gründung der Rudolf Diederich KG in seinem Heimatort den Grundstein. An seiner Seite Ehefrau und Seniorchefin Edith Diederich, geborene Jung. Am 31. Januar 1964, also am heutigen Donnerstag genau vor 49 Jahren, schlossen  die Bernshäuserin und der Wollbrandshäuser  den Bund fürs Lebens.

Neben Sohn Jürgen Diederich, der Architektur studierte, und dessen Ehefrau Christina, die im Büro mitarbeitet, sind mit Andrea Diederich (Betriebswirtin), Eva-Maria Schwedhelm (Kauffrau), Martina Jünemann sowie Rita Diederich vier weitere Töchter im Betrieb tätig. Schwiegersohn Heiko Schwedhelm absolvierte seine Lehre zum Fliesenleger bei Diederich, legte 2003 seine Meisterprüfung im Fliesen-Platten- und Mosaikgewerbe sowie seinen Handelsfachwirt erfolgreich ab. Ebenso wie Andrea Diederich ist Schwedhelm spezialisiert auf 3D-Computeranimationen. Die Kunden können sich beim  Kauf von Fliesen und Kacheln schon vorher ein Bild machen, wie beispielsweise ihr neues Bad aussehen wird.

Firmengründer Diederich, inzwischen 76 Jahre alt,  lernte von 1951 bis 1954 bei der Firma Bodmann in Göttingen Maurer. Als Geselle fand er 1955 Arbeit bei der Firma Albrecht in Ebergötzen. „Fliesenleger  Karl Wienert aus Gieboldehausen hat mir auf einer Baustelle in Göttingen viel beigebracht“, erinnert sich der Seniorchef und passionierte Jäger. Von 1956 bis 1960 folgte die Ausbildung zum Fliesenleger bei der Firma Winkelhoff & Gläser in Göttingen. „Mit einem Stundenlohn von 1,50 DM“, so Diederich.

Parallel zur Abendschule in Vorbereitung auf die Meisterprüfung, die damals nur in Hannover abgelegt werden konnte, fand Diederich bei seinem Onkel Wendelin in Hannover Quartier, der dort auf dem Bau arbeitete. Schließlich absolvierte der Wollbrandshäuser im November 1962 erfolgreich seine Meisterprüfung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger vor der Handwerskammer Hannover.

Mit dem Erwerb des ersten Firmensitzes in der Seeburger Straße in Wollbrandshausen, einem ehemaligen Bauernhof, nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf. 1970 wurde das Firmengelände erstmals um einen Anbau und Wohnkomplex erweitert – auch weil mittlerweile drei von insgesamt sechs Kindern geboren waren. 1989 trat Sohn Jürgen Diederich nach seinem abgeschlossenen Studium in die nun umfirmierte Fliesen-Diederich GmbH ein. In den Jahren 1992 sowie 1995 folgten die Schwestern.

Mit dem Neubau des Betriebsgeländes in der Ludwig-Erhard-Straße 8 im Gewerbegebiet von Gieboldehausen begann die jüngere Firmengeschichte. Dort präsentiert das Unternehmen auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern eine der größten Fliesenausstellungen in Südniedersachsen. Von ursprünglich 2500 Quadratmeter Lagerfläche ist die Lagerkapazität inzwischen um 2500 erweitert worden.

Kontinuität im Unternehmen spiegelt  sich auch im Mitarbeiterstamm und Kreis der Fliesenleger wider. So können  Manfred Jünemann, Adolf Engelhardt und Manfred Rudolph schon auf über 25-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Über 40 Jahre ist Georg Rudolph inzwischen bei Fliesen-Diederich tätig.

Baustelle in Göttingen: Rudi Diederich als Maurergeselle. Quelle: EF
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