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Duderstadt Stricken für Göttinger Geburtsstation
Die Region Duderstadt Stricken für Göttinger Geburtsstation
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16:05 22.01.2019
Die Duderstädter Handarbeitsgruppe „Flinke Nadel“ spendet an das Krankenhaus Neu Bethlehem in Göttingen – hier mit Renate Schmering (l.) und Wilfriede Jacobi (r.). Quelle: Niklas Richter
Duderstadt

Mehr als 100 Strick-Sets bestehend aus bunten Mützen, Handschuhen und Söckchen haben die Damen der „Flinken Nadel“ in den vergangenen Wochen angefertigt. Immer dienstags treffen sich die Frauen zwischen 50 und 90 im Lorenz-Werthmann-Haus in Duderstadt für zwei Stunden zur gemeinsamen Handarbeit. Und zum Plaudern.

Wie die jüngsten Produkte made in Duderstadt entstehen, hat sich am Dienstag Martin Weinrich vor Ort angeschaut. Der Pflegedienstleiter des Göttinger Agaplesion Krankenhauses Neu Bethlehem hat den Nachschub der spendierten Baby-Sets entgegen genommen. „Eine schöne Aktion“, kommentierte Weinrich. Er kündigte an, die selbst gestrickten Baby-Sets an die Eltern weiterzugeben. Eine erste „Lieferung“ hatte Ende vergangenen Jahres bereits Jutta Rexilius nach Göttingen zur dortigen Geburtsstation gebracht.

Über Rexilius, die sich in verschiedenen Bereichen der Caritas ehrenamtlich engagiert, sei der Kontakt der Duderstädter Handarbeitsgruppe mit dem Göttinger Krankenhaus zustande gekommen, berichtet Lydia Ballhausen vom Lorenz-Werthmann-Haus, dem Seniorenstützpunkt der Caritas Südniedersachsen an der Scharrenstraße. „Die Zusammenarbeit hat sich ergeben, nachdem die Geburtsstation im Duderstädter St.-Martini-Krankenhaus geschlossen wurde“, berichtet Ballhausen weiter.

In netter Gesellschaft

Die „Flinke Nadel“ ist eine offene Handarbeitsrunde für alle, die gerne handarbeiten und sich mit anderen austauschen wollen, erläutert Ballhausen. Es ist eine von verschiedenen Gruppen, die sich regelmäßig im Lorenz-Werthmann-Haus der Caritas Südniedersachsen treffen - immer dienstags zwischen 10 und 12 Uhr. „Von Anfang an dabei“ sind Wilfriede Jacobi (82) und Renate Schmering (79). Beide Duderstädterinnen bezeichnen Handarbeiten als ihr Hobby. Die wöchentlichen Treffen mit den anderen Teilnehmerinnen der „Flinken Nadel“ seien eine schöne Abwechslung in netter Gesellschaft, sagen sie, während sie nebenher Wolle routiniert mit den Stricknadeln in Form bringen.

„Ich habe schon immer gestickt, gestrickt und gehäkelt“, meint Schmering, und Jacobi nickt: „Ich auch.“ Auch Renate Nolte (74) hat sich an der Strick-Aktion zugunsten der Neugeborenen von Neu Bethlehem beteiligt. „Wir nehmen gerne Wollspenden entgegen“, lässt sie durchblicken und ergänzt: „Am liebsten Sockenwolle, die nicht so dick ist.“

Mützen für Flüchtlinge

Etwa acht Jahre lang gibt es Ballhausen zufolge die Gruppe „Flinke Nadel“ schon. Schon 2015 habt die Duderstädter Handarbeitsrunde für einen guten Zweck gestrickt. Damals fertigten die Frauen etwa 180 Wollmützen, die in den Flüchtlingsunterkünften der Region verteilt wurden. Ballhausen freut sich über das Engagement der Seniorinnen.

Kontakt zur Handarbeitsrunde „Flinke Nadel“ über das Lorenz-Werthmann-Haus in Duderstadt, Scharrenstraße 9-11, Telefon 05527/99686-0. Offene Treffen sind immer dienstags von 10 bis 12 Uhr.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@goettinger-tageblatt.de. #tageblattreporter

Von Britta Eichner-Ramm

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