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Duderstadt Förderbescheid für moderne Weiterentwicklung
Die Region Duderstadt Förderbescheid für moderne Weiterentwicklung
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00:19 21.09.2017
Übergabe des Förderbescheids (v. li.): Dr. Daniel Tomowski (Technologieberater der TU Clausthal), Robert Schmidthals (Rezeptprüfstelle Duderstadt), Joachim Weigelt (NBank) und Professor Andreas Rausch (TU Clausthal). Quelle: r
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Goslar / Duderstadt

Die RPD übernehme mit ihren rund 100 Beschäftigten als privater Dienstleister Abrechnungs- und Prüfdienstleistungen für Krankenkassen und deren Verbände, erklärt Christian Ernst, Pressesprecher der Technischen Universität (TU) Clausthal. Millionen Datensätze zu Rechnungen und Rezepten würden elektronisch gespeichert und müssten auch für den Kunden online flexibel verfügbar sein, beispielsweise für Analysen oder auch das Aufdecken von Betrugsfällen. Mit dem Projekt werde die Softwarearchitektur umfassend modernisiert und innovativer gestaltet, damit komplexe Such-, Filter- und Sortierfunktionen ermöglicht werden.

„Die Firma muss von dem Dienstleistungsunternehmen, als das sie gegründet wurden, jetzt zu einer modernen IT-Firma werden“, erklärt Daniel Tomowski, Technologieberater der WiReGo (Wirtschaftsförderung Region Goslar) und der TU Clausthal, der die Entwicklung des Projektes „Intelligente Rezeptprüfstelle“ maßgeblich unterstützt hat. Für die Rezeptprüfstelle sei die Zusammenarbeit mit der TU Clausthal eine Chance, wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch könnte der Unternehmenswandel auch der Entstehung von Arbeitsplätzen dienen. „Das Projekt hat auf jeden Fall Potenzial“, so Tomowski.

Schnelligkeit und Sicherheit verbessern

Der Name sei bei der Rezeptprüfstelle Programm, erklärt der Technologieberater. „Sie überprüfen für die Krankenkassen die Rezepte. Bislang sei mit Scans und Bilddateien gearbeitet worden, um zu überprüfen, ob Rezepte richtig abgerechnet worden sind. Durch das Projekt sollen die Arbeitsabläufe automatisiert und Datenbanken aufgebaut werden, um schneller Ergebnisse liefern zu können. „Das stellt hohe Anforderungen an Hardware und Software“, so Tomowski. Aber es sei der richtige Weg um das Unternehmen in Sachen Schnelligkeit und Sicherheit für die Zukunft aufzustellen.

“Wir haben vor zwei Jahren damit begonnen, uns mit möglichen Fördermitteln zu beschäftigen“, erzählt Schmidthals. Dabei habe er politische Unterstützung bekommen. „Lothar Koch (CDU) hat uns die Türen geöffnet“, so Schmidt­hals. So habe er auch einen Termin bei Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) bekommen. Durch den Förderbescheid könne jetzt ein erster Schritt umgesetzt werden. Ein zweiter Antrag über eine höhere Förderung soll nach Angaben des Geschäftsführers in den kommenden Monaten abgegeben werden, um die Firma langfristig in Duderstadt als attraktiven Arbeitgeber zu sichern. „Unser Ziel ist, IT-Fachkräfte langfristig in der Region zu halten“, sagt Schmidthals.

Digitalisierung in der Region vorantreiben

Die Förderung kam unter Mitwirkung des Südniedersachsen-Innovations-Campus (SNIC) zustande. „Dieses Projekt steht beispielhaft für die gute Zusammenarbeit in der Region über das Harzer IT-Netzwerk“, betonte Professor Andreas Rausch. Der Clausthaler Informatiker und Leiter des „Institute for Applied Software Systems Engineering“ (IPSSE) gehört zu den Initiatoren des Harzer IT-Netzwerks, welches die Digitalisierung in der Region durch Wissenstransfer voranbringen möchte. Im Juni 2016 hatten sich etwa 30 Firmen, Anwender, Forschungseinrichtungen wie die TU Clausthal und öffentliche Interessenvertreter zum Harzer IT-Netzwerk zusammengeschlossen. Das Motto lautet „Digitalisierung – fit für die Zukunft“. Die Informationstechnologie sei ein Schlüsselfaktor für Innovationen und den betrieblichen Erfolg, so Rausch. Ziel des Netzwerkes sei, den Know-how-Transfer und die Sichtbarkeit der Informationstechnologie in Südniedersachsen zu steigern und gut ausgebildeten Fachkräften/Studierenden eine Zukunftsperspektive in der Region zu ermöglichen.

Von Rüdiger Franke

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