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Duderstadt Frauen aus 18 Nationen porträtiert
Die Region Duderstadt Frauen aus 18 Nationen porträtiert
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19:20 05.01.2010
Stammen aus Armenien: Arnesjan Burastan (l.), hier mit Tochter Anna Adamjan, lebt seit zehn Jahren an der Brehme, Schwester Iveta Goldmann (r.) seit 15 Jahren.
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An dem Projekt beteiligten sich die Frauen aus der Duderstädter Initiative „Café Grenzenlos“, die aus der Zusammenarbeit des Caritas-Verbandes und der Familienbildungsstätte Untereichsfeld entstanden ist.

Verbindend ist bei all diesen Frauen das Gefühl, zwischen zwei Ländern zu stehen. Manche sind schon seit mehr als 30 Jahren in Deutschland, andere erst seit kurzem. Einige von ihnen haben sich in ihrer neuen Heimat schnell ein soziales Umfeld geschaffen und sind berufstätig, andere haben größere Anlaufschwierigkeiten, leiden unter Heimweh oder gewöhnen sich nicht so schnell an die neue Sprache und den fremden Kulturkreis.

Raluca Sirb kommt aus Rumänien, spricht fünf Sprachen und arbeitet als freiberufliche Außenhandelsberaterin. Durch ihre sprachlichen Vorteile, aber auch durch ihre eigenen Erfahrungen mit Anfangsschwierigkeiten in Deutschland bringt sie viel Verständnis für andere Frauen in ähnlicher Situation auf. Auf dieser Basis sind die Informationstafeln zur Ausstellung entstanden, die nicht nur Daten über die geografischen Besonderheiten darstellen, sondern viel Wissenswertes über die Situation der Frauen in den jeweiligen Ländern enthalten.

So ist es in den ehemals sozialistischen Staaten auch heute noch normal, dass Frauen einen Beruf haben, während die Tafeln „Indonesien“ oder „Türkei“ eher ein traditionelles Frauenbild zwischen Kindern, Küche und vorbestimmten Ehepartnern zeigen, besonders in den ländlichen Regionen. Auch Frauenrechte werden in Frage gestellt. So sei in Kasachstan die weibliche Bevölkerung gegenüber der männlichen noch immer deutlich benachteiligt, und in Brasilien müssten die Frauen weitgehend auf staatliche Unterstützung verzichten und daher besonders viel arbeiten.

Neben den Infotafeln sprechen die Gesichter auf den Fotos. Zwar in ihrer heutigen Umgebung in Deutschland aufgenommen, scheint doch ein Hauch des jeweiligen Heimatlandes in den Bildern mitzuschweben. Während der Aufnahmen hat die Fotografin Gespräche mit den Frauen geführt und die Essenz dieser Eindrücke als zentrale Aussage unter die Bilder gesetzt.

Evi Stellhorn freut sich als Frauenbeauftragte der Stadt Duderstadt und Mitinitiatorin der Ausstellung über die Möglichkeit, im Kontaktladen einen Rahmen für die Präsentation der Bilder gefunden zu haben. „Einerseits kommen hierher auch Jugendliche mit ähnlichen Migrationshintergrund, andererseits stößt das Publikum in verschiedenen Formen auf das Thema Integration.“ Zuvor war die Ausstellung bereits in Göttingen im Kreishaus zu sehen.

Der Duderstädter Kontaktladen ist montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 12 bis 14 Uhr, dienstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Besuch der Ausstellung nach Absprache möglich unter Telefon 055 27/ 99 64 52 5.

Von Claudia Nachtwey

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