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Duderstadt „Das weibliche Gesicht von Kirche“
Die Region Duderstadt „Das weibliche Gesicht von Kirche“
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00:27 28.05.2018
Hildegard Reese, Studiendirektorin und Vorsitzende des Diözesanrates (1916-2006). Quelle: Christina Hinzmann
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Duderstadt

13 Frauen, ihr Wirken und ihre Motivationen, werden auf Stelltafeln mit lebensgroßen Konterfeis präsentiert. Nicht alle diese Persönlichkeiten leben heute im Bistum wie Josefa Luengo Cano. Die Tochter spanischer Gastarbeiter ist Vorsitzende des Seelsorgerats der katholischen spanischsprachigen Mission Hannover und engagiert sich besonders bei der Betreuung von Kommunionkindern. Unter den vorgestellten Frauen finden sind auch einige historische Persönlichkeiten .

Frauen verbreiten das Christentum

Den Anfang der Riege der Frauen im Christentum macht Maria. Als Schwester im Glauben wird sie hier gezeigt. Und auch die Märtyrerin Barbara, die heute als Schutzpatronin der Bergleute verehrt wird, findet Platz in den Reihen der besonderen Frauen. „Im frühen Christentum spielten Frauen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Glaubens“, erfahren die Besucher der Ausstellung.

Ein Blick ins Mittelalter wird mit der Vita der Hedwig von Andechs (1174 - 1243) als Symbolgestalt der Heimatlosen und Vertriebenen geworfen. Ins 20. Jahrhundert gelangen die Besucher dann beim Lebensweg der Philosophin Edith Stein, die 1891 in einer jüdischen Holzfällerfamilie geboren wurde und 1921 zum Christentum konvertierte. Später trat sie in den Orden der Karmeliterinnen ein. Ihre Spur verliert sich 1942 in Auschwitz.

Neben den historischen Frauenbeispielen zeigt die Ausstellung auch einige zeitgenössische Katholikinnen wie die Lehrerin Teresa Schubert, Karla Pachowiak als Leiterin der katholischen Familienbildungsstätte Hannover, Marie-Thérèse Rehner-Khoury als Migrationsberaterin der Caritas Wolfsburg, Dr. Maria Flachsbarth MdB und Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) sowie Lucia Martin, Referentin für die katholische Frauenseelsorge und die katholische Frauengemeinschaft Deutschland (KFD). Martin verfolgt den feministischen philosophischen Ansatz „Affidamento“: „Eine Frau darf darauf vertrauen, dass eine andere ihr dabei helfen kann, das, wozu sie sich fähig fühlt, zu verwirklichen.“

Lydia ist Vorbild für alle ehrenamtlich arbeitenden Frauen

Weiterhin wird noch die Vinzentinerin Sr. Paula Fiebag in ihrem Engagement für von Menschenhandel betroffene Frauen vorgestellt, und Hildegard Reese als erste Frau in der Leitung der Laienvertretung im Bistum Hildesheim (1986 bis 1990). Das Bistum legt offen: „Ehrenamtliches Engagement wird vielerorts als unverzichtbar angesehen.“ Als Vorbild aller ehrenamtlich arbeitenden Frauen wird in der Ausstellung die mazedonische Purpurhändlerin Lydia (erstes Jahrhundert n. Chr.) als die erste christliche Gemeindeleiterin Europas in Erinnerung gerufen.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Kirche zu sehen. Am Freitag, 25. Mai und Mittwoch, 30. Mai, werden von der Frauenseelsorgerin Beatrix Michels jeweils drei dieser Persönlichkeiten näher vorgestellt. Beginn der Gesprächskreise ist jeweils um 19 Uhr.

Mehr zum Thema finden Sie hier.

Von Claudia Nachtwey

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