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Duderstadt Freiluft-Museum auf Zeit
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00:19 31.08.2017
Sascha Bodmann (links) und Wolfgang Franke mit einem Lanz Bulldog. Quelle: Soeren Kracht
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Werxhausen

„Wir sind mit 27 Mitgliedern der kleinste Lanz-Bulldog-Club in Südniedersachsen, aber stellen richtig was auf die Beine“, betont der Rollshäuser. Außer Schleppern könnten die Besucher rund um den Werxhäuser Sportplatz jeweils von 9 bis 18 Uhr auch betagte, aber gut erhaltene Autos, Lkw, Motorräder und Fahrräder sehen. Zu den weiteren Exponaten zählten Maschinen und Geräte aus der Frühzeit der Landtechnik. Ein Beispiel seien Standmotoren.

Teilnehmer kommen auch aus Holland und Belgien

Die Teilnehmer kämen von Stuttgart über Hamburg bis Dresden aus vielen Teilen Deutschlands. Selbst aus Holland und Belgien würden Sammler mit historischen Fahrzeugen anreisen. Angesagt hätten sich auch Mitglieder der befreundeten Clubs aus Osnabrück und Nordhausen. Sie wollen unter anderem Raritäten zeigen, die bislang nicht in Werxhausen ausgestellt worden seien. Eine Delegation des PS.Speichers aus Einbeck werde mit Oldtimern zu der Präsentation kommen,

Das Programm beinhalte Dreschvorführungen mit drei Dreschmaschinen, informiert er über das weitere Programm. Außerdem könnten Besucher die Technik des Binderns sehen. Hinzu komme eine Schlepperparade, bei der Moderator Lars Rotsche viele Hintergrundinformationen zu rund 150 Modellen vermittele, erläutert der Mitorganisator. An Verkaufsständen könnten Interessierte unter anderem Spielwaren, Zubehör, Literatur und Ersatzteile erwerben. Das Programm am Sonntag, 3. September, werde um 9 Uhr mit einem Feldgottesdienst beginnen.

Der Lanz Bulldog Club war vor 34 Jahren von Conrad Ebert, Matthias Diedrich, Boris Kullig und Markus Burchard ins Leben gerufen worden. Ziel sei von Anfang an der Erhalt alter landwirtschaftlicher Geräte und Traktoren gewesen. Wichtiger Bestandteil des Vereinslebens ist in zweijährigem Abstand die Ausrichtung des Lanz Bulldog- und Oldtimertreffens.

Größtes Treffen in der Region

„Die Veranstaltung ist mittlerweile zum größten Treffen landwirtschaftlicher Geräte in Südniedersachsen geworden“, sagt Franke, der vor 37 Jahren seinen ersten Lanz Bulldog kaufte. Für seine Eltern hatte er Holz mit einem Handwagen aus dem Wald geholt, was ihm zu anstrengend gewesen sei. Daraufhin habe er sich eine Gartenfräse zugelegt, mit er den natürlichen Rohstoff transportieren konnte.

Doch diese Technik habe die Arbeit nur begrenzt erleichtert, so dass bei ihm der Wunsch gewachsen sei, einen Trecker zu erwerben. Bei einem Fest des Radfahrervereins in Rollshausen sei er auf den Besitzer eines Lanz Bulldogs aus der letzten Serie von 1958 aufmerksam geworden, an den auch eine Säge angehängt werden konnte. „Der Schlepper ist einfach gebaut und lässt sich leicht reparieren“, betont Franke. Nach der Wende habe er in der früheren DDR einen weiteren Lanz gekauft, derzeit befänden sich drei Modelle in seinem Besitz, in der Spitze habe er fünf besessen.

Bei Sascha Bodmann steckt das Interesse für alte Landmaschinen quasi in den Genen, denn sein Großvater verkaufte und reparierte diese Maschinen. „Irgendwann kam dann der Gedanke auf, es muss ein eigener Trecker her“, berichtete der Wollbrandshäuser. Mit einem Hanomag habe das Ganze seinen Lauf genommen, seine Sammlung umfasse mittlerweile zehn Stück, seit 1999 zähle auch ein Lanz aus dem Baujahr 1937 dazu, den ein Arbeitskollege abgeben wollte. „Ich versuche, einmal im Jahr mit den Kindern zu pflügen oder mache Spazierfahrten zu Oldtimertreffen“, erklärt Bodmann.

Von Axel Artmann

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