Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Fünfter Lichterzauber-Markt in der St. Ursula-Schule in Duderstadt
Die Region Duderstadt Fünfter Lichterzauber-Markt in der St. Ursula-Schule in Duderstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 27.10.2013
Die Atmosphäre machts: Die Besucher stöbern und kaufen an den Ständen des Lichterzauber-Markts. Quelle: Schneemann
Anzeige
Duderstadt

An 44 Ständen wurde gestöbert, gekauft und zugeschaut, wie kleine Schmuckstücke entstehen. Bereits zum fünften Mal hat das Organisationsteam unter dem Motto Lichterzauber für zwei Tage in die historische Aula und die neue Mensa der Schule eingeladen.

„Dieses Jahr bin ich ganz hin und weg von den schönen Sachen, die hier angeboten werden“, sagt die Duderstädterin Antje Hagemann. In den vergangenen Jahren habe sie oft zu lange gezögert, wenn ihr etwas gefiel: “Am Sonntag sind die schönsten Stücke meist schon verkauft.“ Bedruckte Leinentaschen, ein aus Naturmaterialien gebundener Herbstkranz und mit Sprüchen beschriftete Lichtertüten hatten es ihr diesmal angetan.

Umlagert waren vor allem die Stände, an denen die Kunsthandwerker ihre Kostbarkeiten in Echtzeit herstellten. Anja Fahlbusch aus Göttingen, zum ersten Mal beim Lichterzauber, gravierte auf Wunsch Runen, Wunsch-Sprüche und Namen, Engel und Herzen in die Oberfläche von Carrara-Marmor-Steinen oder Flusskiesel und malte sie anschließend mit Gold aus: „Es reizt mich einfach, Steine zu sammeln und sie zu bearbeiten“, sagt die zweifache junge Mutter zu ihrer Motivation.

Auffällig war, dass Frauen unter den Standbetreibern in der Überzahl waren. Oft stand keine Planung, sondern eine praktische Idee am Anfang der Produkte, die nun auf den Märkten verkauft werden. „Ich stand vor dem Problem, schnell und gesund kochen zu wollen – möglichst ohne industrielle Fertiggewürze“, sagt Heike Schumann aus Bad Sachsa.

Fotos vom Kunsthandwerkermarkt in der Duderstädter St.-Ursula-Schule. ©Schneemann

Also überlegte sie, tüftelte und kreierte schließlich ihre eigenen Kräuter- und Gemüsesalze aus rein natürlichen Zutaten ohne Trennmittel, die sie nun auf Märkten und über ihre Website vertreibt.

Selbstgemachte Seifen, eine große Auswahl an Schmuck, fein gedrechselte Schalen aus besonderen Hölzern oder ausgefallene Weihnachtsdeko – das Angebot ließ kaum Wünsche offen. Die moderaten Preise taten ein Übriges, um die mehr als 2000 Besucher in Kauflaune zu bringen.

Unter den Künstlern und Hobby-Kunsthandwerkern, von denen viele jedes Jahr wiederkommen, hat der Markt einen guten Ruf: „Hier stimmt einfach alles, Ambiente, das Publikum und die Organisation“, so die einhellige Meinung.

Traditionell fließt der Erlös des Lichterzaubers, zu dem auch die Überschüsse aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf gehören, nicht nur in die Schulkasse, sondern kommt einem guten Zweck zugute. Zum fünften Mal bekommt die bundesweit tätige Charge-Elterninitiative, die sich für Familien mit mehrfach behinderten Kindern einsetzt, diese Unterstützung.

„Wir wollten dem Verein auf die Beine helfen. Das hat geklappt“, sagt die Initiatorin des Marktes, Ina Bickel. „Unser Engagement war allerdings von vornherein auf fünf Jahre begrenzt.“ Das ist der Grund, warum im kommenden Jahr eine andere gemeinnützige Organisation die Chance hat, finanziell unterstützt zu werden. Vorausgesetzt, der Markt findet wie gewohnt statt, denn der Schulleiter der St.-Ursula-Schule, Ingo Bickel, geht dann in den Ruhestand.

Von Birgit Freudenthal

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige