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Duderstadt Tausende Gäste zieht es in die Marktstraße
Die Region Duderstadt Tausende Gäste zieht es in die Marktstraße
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17:10 06.05.2018
Gartenmarkt auf der Duderstädter Marktstraße Quelle: Helge Schneemann
Duderstadt

„Erst nachmittags wird es voraussichtlich etwas ruhiger“, sagte Hubertus Werner, Vorsitzender des Treffpunkts Stadtmarketing Duderstadt (TSD). „Jetzt wird sich erstmal geschoben.“ Zum 26. Mal wurde der Gartenmarkt in der Duderstädter Marktstraße vom TSD organisiert. Mehr als hundert Stände lockten bereits am Sonnabend tausende Interessierte und Hobbygärtner in die zentralste Straße Duderstadts. Sonntags werde die Anzahl der Kinder und Familien steigen, meinte Werner. Als Ergänzung für die kleinen Gäste werden Fahrten mit der Pferdekutsche angeboten, die auf einem Rundgang keinen Winkel der Innenstadt auslassen.

Viele Besucher reisen aus der Region an

Nicht nur Duderstädter besuchen den Markt, lobte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte. Er habe schon mit Menschen aus Nordhausen, Einbeck und Northeim gesprochen. Diese Bilanz sei klasse für ein regionales Ereignis. Für beide Tage werden mehr als 15000 Gäste erwartet, sagte Werner.

Hervorgehoben wurde das Engagement der Volksbank Mitte, die den Gartenmarkt als Hauptsponsor vertritt. Ursprünglich komme die Idee des Gartenmarktes von der Bundesstiftung Umwelt mit dem Projekt „Eichsfeld pur“, erklärte Gerold Wucherpfennig (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Wissenschaft im Thüringer Landtag und Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsverbandes Eichsfeld. Um die Stadt für Gäste interessanter zu machen, wurden verschiedene Veranstaltungen angeboten, unter anderem der Gartenmarkt.

Tipps von den Profis

„Schöne Gärten und bunte Blumen, das gehört hier in unser Stadtbild“, betonte Nolte. Die Gäste könnten sich Anregungen für verschiedenste Bepflanzungen einholen. Die Experten an den Blumenständen verkauften ihre Pflanzen nicht nur an die Interessierten, sondern standen auch mit Rat und Tat zur Seite. „Es ist doch besser, die Kunden vor möglichen Schwierigkeiten zu warnen, als das es dann in ein paar Wochen zu spät ist“, sagte Carsten Werner, der sein Geschäft „Naturgarten-Oase“ in Göttingen-Herberhausen hat. „Bei dem Anbau seiner Pflanzen achte ich darauf, möglichst ökologisch vorzugehen. Die Stauden sollen wertvoll für die Natur sein und beispielsweise vielen Insekten Nahrung bieten“, erklärte Werner. Eine Pflanze, die er seinen Kunden besonders gerne anpreist, ist die Himbeerart „Glen Coe“. „Die Früchte sind besonders groß und haben ein vorzügliches Aroma.“

Jährlich am ersten Wochenende im Mai wird der Gartenmarkt seit den 1990er-Jahren organisiert. Einige der Stände wurden gemeinsam mit dem Markt zur Tradition. Frisches Gemüse aus dem Eichsfeld gibt es bei Stefan Manegold, der seinen Sortiment von Anfang an, also seit 26 Jahren, auf dem Gartenmarkt verkauft. Pia Wulhorst verkauft seit mehreren Jahren ihre selbstgemachten Dekorationsartikel für den Garten. In Bovenden hat sie ihr Atelier „tito-Keramik“. „Ich mache das vor allem, weil es regional ist“, erklärt die Künstlerin. Es ergebe Sinn, da hier der Bekanntheitsgrad größer sei.

Tagesstätte Trialog lockt Besucher an

Um besonders viele Menschen zu erreichen, legte die Tagesstätte Trialog die Eröffnung ihrer zweiten Geschäftsstelle auf das Wochenende des Gartenmarktes. Von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) getragen, bietet Trialog therapeutische Wohngemeinschaften und Ambulante Hilfe für psychisch beeinträchtigte Menschen an. Mit frischen Waffeln konnten bereits am Vormittag einige Gäste angelockt werden, um sich über das Angebot zu informieren. Für die Zukunft sei, nach Angaben von Josef Mörtz, Leiter der Trialog-Einrichtungen im Landkreis, ein inklusiver Bürgertreff geplant. Die psychischen Beeinträchtigungen sollen die Betroffenen nicht von Interaktionen in deren Umwelt hindern. Geplant seien offene Spieleabende und andere soziale Aktivitäten.

Doris Kirchner ist schon häufig Gast auf dem Gartenmarkt gewesen und kauft dort jedes Jahr ihre Pflanzen ein. „Es könnten mehr Blumenangebote sein“, meinte sie. Dennoch habe sie auch dieses Mal genug gefunden. Ebenfalls am Gartenmarkt beteiligt, war das Eichsfelder Tageblatt, Marktstraße 9. In der Geschäftsstelle konnten Kinder Preise gewinnen, indem sie kleine künstliche Fische angelten.

Von Lisa Hausmann

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