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Duderstadt Clownereien, Akrobatik und Jonglage in Duderstadt
Die Region Duderstadt Clownereien, Akrobatik und Jonglage in Duderstadt
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00:20 14.07.2018
Viel Spaß hatten die beiden Nesselröder Mädchen Laura (links) und Annalena beim Tellerjonglieren Quelle: Foto: Franke
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Duderstadt

Abwechselnd zeigten die Kinder, was sie am Montag und Mittwoch einstudiert hatten. Auch die Showelemente wurden immer wieder gewechselt. Von Clownerie über Jonglage bis zu Artistik reichte die Bandbreite der Vorführungen, die sich sehen lassen konnten. Die Kinder bauten sogar menschliche Pyramiden.

Jede Menge Spaß

„Das war super“, lobte Franz Faßhauer aus Rhumspringe nach einer unterhaltsamen halben Stunde die Vorstellung, aber auch das „sehr gute Ferienprogramm“. Mit dabei war sein siebenjähriger Sohn Ludwig. „Die Kinder hatten an diesen Tagen jede Menge Spaß und bekamen auch noch Essen.“

Bilder der Abschlussvorstellung:

Premiere in Duderstadt: Roger Kochs Mitmachzirkus war erstmals Bestandteil des gemeinsamen Ferienprogramms von Duderstadt, Gieboldehausen und Hattorf.

Sonderschicht

Ähnlich sah es Nicki Renner, eine Mutter aus dem Bereich Hattorf. Ihr gefällt das gemeindeübergreifende Ferienprogramm. Ihre Tochter Charlotte habe schon zweimal bei einem Zirkusprojekt mitgemacht und von daher gewusst, was sie erwarte. Und auch die Tatsache, dass sie vorher keines der anderen Kinder kannte, sei kein Problem gewesen. Sie habe sich mit der Gruppe gut verstanden. „Und am Mittwoch haben alle noch eine Sonderschicht eingelegt, weil der Termin am Dienstag ausfallen musste.“

Jonglage mit Tellern

„Es hat Spaß gemacht“, sagte die neunjährige Annalena aus Nesselröden, besonders die Jonglage mit den Tellern. Aus der Schule habe sie aber bereits Vorerfahrung mitgebracht. Auch ihre Coucousine Laura, die ebenfalls in Nesselröden wohnt, war begeistert. Besonders der Zirkusdirektor sei sehr witzig gewesen. „Ein Clown eben“, wie Annalena einwarf.

Clown seit 35 Jahren

Ein Clown ist Roger Koch tatsächlich seit rund 35 Jahren. „Eine meiner Säulen sind diese Kurzprojekte“, erzählte er, die andere Säule seien Auftritte mit Kollegen. Auch ihm habe das Projekt in Duderstadt viel Spaß bereitet. Dabei sieht er seine Rolle eher im Hintergrund. „Ich gebe am Anfang das Material vor, zeige Techniken und Strukturen“, erläuterte Koch. „Dann fangen die Kinder gleich an, damit zu arbeiten.“

Abschlussvorstellung

Das Programm, das für die Abschlussvorstellung einstudiert werde, bestehe aus den drei Punkten Jonglage, Akrobatik und Clowning. „Ich gebe lediglich das Intro und für das Finale die Struktur vor“, sagte Koch. Zirkus sei eine tolle Sache. Jeder können mit allen verfügbaren Mitteln kleine Nummern zusammenbauen. Die Mitarbeit am Zirkusprogramm stärke das Selbstbewusstsein der Kinder, sagte Koch. Das Selbstvertrauen wachse, wenn sie sich sehen lassen können und Applaus bekommen.

Projekte in Südniedersachsen

Koch, der aus dem süddeutschen Keltern stammt, betreut außer dem gerade abgeschlossenen Programm in Duderstadt noch weitere Projekte in Südniedersachsen, unter anderem in Nörten-Hardenberg, Bad Sachsa, Herzberg, Bockenem und Northeim. Zirkus sei in Niedersachsen „gerade sehr breit geworden“. Aus Baden-Württemberg kenne er das eher weniger.

Drei Zirkusformen

Zurzeit gebe es drei unterschiedliche Formen, schlüsselt Koch auf. Zum einen seien da die kleinen Familienzirkusse, die mit ihrer kompletten Ausrüstung und auch Tieren in die Schulen gehen. Des Weiteren gebe es die Form, dass unterschiedliche Zirkuspädagogen zusammenkommen. Koch selbst sei ein Vertreter der dritten, eher ungewöhnlichen Variante. „Ich zeige Lehrern, wie man Zirkus macht“, erzählte er. „So erleben sowohl Lehrer als auch Kinder etwas Neues.“ Er gebe im Hintergrund das Know-how weiter. „Dazu müssen die Schulen aber auch Lust haben und viel dafür tun.“ Der Vorteil sei, dass „die Lehrer hinterher weitermachen können“.

Weiterempfohlen

Gefallen hat es auch JuFi-Leiterin Sabine Tegtmeier. „Wir hatten den Zirkus zum ersten Mal im Programm“, erzählte sie. Man könne die Aktion auf jeden Fall weiterempfehlen und auch über eine Wiederholung nachdenken.

Von Rüdiger Franke

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