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Duderstadt Eintopf weckt Erinnerungen
Die Region Duderstadt Eintopf weckt Erinnerungen
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16:34 22.04.2017
Ein gemeinsames Mittagessen im Dorfgemeinschaftshaus Ratskeller in Mingerode haben die Mitglieder des Projektes Mingerode 2030 organisiert. Quelle: rf
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Mingerode

Noch bevor es losging, gerieten einige Teilnehmer schon beim Gedanken an Eintopf ins Schwärmen. Und auch während des Essens rief die Erbsensuppe so einige Erinnerungen bei manchen Teilnehmern wach. Ob Erinnerungen an die Bundeswehrzeit oder an die Kindheit – die Bandbreite der Geschichten war breit.

„Früher gab es zwei- bis dreimal in der Woche Eintopf – Erbsen, Bohnen, Linsen, Graupen. Und in den Wintermonaten wurde Pökelfleisch gekocht“, erzählt zum Beispiel der 89-jährige Willi Funke, der ein ausgesprochener Fan von Eintopfgerichten ist. „Wenn heute Eintopf gekocht wird, wird der größte Topf genommen“, erzählt er. Da könne man zwei Tage davon essen und den Rest einfrieren. „Da hat man dann ein schnelles Essen, wenn zum Beispiel von der Gartenarbeit kommt.“ Er findet es schade, dass die Eintöpfe aus der Mode gekommen seien.

 Erbsensuppe aus dem Krankenhaus

Die Erbsensuppe zur Premiere in Mingerode hat St.-Martini-Küchenleiter Thomas Linkhorst gekocht. Gemeinsam mit dem Auszubildenden Nils Mecke verteilte er das Essen an die Teilnehmer. „Unser Geschäftsführer Markus Kohlstedde fand die Idee gut, so dass er das Projekt unterstützen wollte“, erzählt er. Im Krankenhaus stehe sonnabends immer auch Eintopf auf der Speisekarte, der Erbseneintopf sei aber extra für die Initiave gekocht worden.

Folgetermine geplant

„Für das erste Mal sind wir zufrieden“, sagt Hartmut Kohl vom Projekt Mingerode 2030. Für die Zukunft würden sie sich allerdings noch mehr Teilnehmer wünschen. 30 Bürger nutzten die Gelegenheit gegen eine Spende zugunsten des Projektes, zu Hause nicht kochen zu müssen.

Die meisten aßen im Ratskeller, einige kamen aber auch mit Behältnissen vorbei, um dann zu Hause zu essen. Alle sechs bis acht Wochen soll die Aktion nach Angaben von Kohl wiederholt werden, dann aber mit vorheriger Anmeldung, damit die Menge des Essens geplant werden kann. Eines steht aber schon fest: „Es soll auch bei den Folgeterminen Eintopfgerichte geben“, sagt Kohl. „Die Möglichkeiten sind ja gerade bei Eintöpfen sehr vielfältig.“

Die nächste Aktion des Projekts „Mingerode 2030“ ist für Sonnabend, 6. Mai, geplant. Dann soll der dritte Flohmarkt auf der Lindenallee aufgebaut werden.

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