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Duderstadt „Das ist dir auf den Leib geschrieben“
Die Region Duderstadt „Das ist dir auf den Leib geschrieben“
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13:55 12.05.2017
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Nesselröden

„Das ist dir auf den Leib geschrieben“, meinte Ruhestandspfarrer Karl Hellmhold zu seinem Neffen und drückte ihm eine Zeitung in die Hand. „Das Bistum Hildesheim bot dort eine mehrjährige Ausbildung zum Diakon an“, berichtet Blank. Der gelernte Krankenpfleger, Stationsleiter, Gründer einer Caritas-Sozialstation und seit 1988 Betreiber eines eigenen Seniorenheims nahm die Herausforderung an.

Hospizhelfer

Die geistlichen Berufe interessieren Blank von Kindesbeinen an. „Meine Schulferien habe ich bei meinem Onkel im Pfarrheim verbracht“, erinnert er sich. Sonntags hätte er als Ministrant dem Onkel immer mehrere Gottesdienste hintereinander am Altar gedient. Berührt habe ihn später die Begleitung Sterbender – erst im Krankenhaus, dann als Hospizhelfer.

Anstrengende Ausbildung

„Die berufsbegleitende Ausbildung war kein Pappenstiel“, räumt Bank ein. Ohne die Hilfe des Onkels und der übrigen Familie hätte er es nicht geschafft. Von 80 Interessierten habe das Bistum 28 zur Ausbildung zugelassen. Durchgehalten hätten zwölf Personen. Das theologische Wissen, das er sich angeeignet habe, sei das „notwendige Fundament“ seiner Arbeit, betont er. Menschenkennntnis und ein offenes Ohr für die Sorgen anderer habe er mitgebracht.

Jugendseelsorger

Hildesheims Bischof Josef Homeyer betraute Blank, der als Sportler seit vielen Jahren in der Jugendarbeit tätig war, mit der Jugendseelsorge. Blank kümmert sich seither um die Erstkommunion- und Firmvorbereitung, hält Schulgottesdienste. Daneben spendet er das Taufsakrament, assistiert bei Trauungen und hilft bei Messen. In seinen Heimen in Nesselröden und Bilshausen gibt es Kapellen, in denen jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert wird.

Kritik an Großpfarreien

Dass die katholische Kirche sich aus der Fläche zurückzieht und Großpfarreien bildet, sieht Blank kritisch. Angesichts des Priestermangels solle Rom erfahrene Diakone und Diakoninnen (die es noch nicht gibt) mit der Leitung von Eucharistiefeiern betrauen, findet er.

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