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Duderstadt Graumolche in Desingerode
Die Region Duderstadt Graumolche in Desingerode
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00:22 28.02.2018
Die Oma (Lisa Wollborn) mit ihrem „Penner“, gespielt von Frank Nolte, noch bevor der zum „Phantom der Oma“ wird. Quelle: Peter Heller
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Desingerode

Eine knappe Stunde entführten elf jugendliche Laienschauspieler, quasi das Farmteam der Frauengemeinschaft, die 90 Gäste beim Auftaktspiel ins Märchenland. Ein flackerndes Märchenbuch zog Sophie (Lena Hübenthal) und Emilie (Ronja Nolte) in die Märchenwelt hinein. Sie begegneten Hänsel und Gretel, dem Rotkäppchen sowie Hexen und Feen. Besonders Laura Nolte als Hexe Askantia wusste zu begeistern. Selbstverständlich kamen Sophie und Emilie wieder ins „reale Leben“ zurück und alle Darsteller erhielten viel Applaus für ihr Spiel.

Es folgte das Lustspiel „Phantom der Oper“ in drei Akten, natürlich mit der gut aufgelegten 1. Vorsitzenden der Frauengemeinschaft, Lisa Wollborn, die die Oma Berta gab. Sie zog so manchen Faden – nicht nur im Spiel – und begeisterte zusammen mit Frank Nolte, der einen Penner spielte. Dieser wird von Berta zum „Phantom“ gemacht, dass allerdings allzu gerne dem Alkohol zuspricht: „Wer Cognac sät, wird Korn ernten.“

Ein Wiesenverkauf – um Windräder aufzustellen – bringt das Stück ins Rollen, es gibt ein, zwei, nein drei Liebespaare, plus zwei Ehepaare und da blieben natürlich die Verwicklungen nicht aus. Zudem muss der Bürgermeister Teufel (Manfred Gerhardy), der die Wiesen für die Windräder gekauft hat, zugeben, dass „er so unglücklich gefallen ist, dass sie schwanger wurde“, was seine Ehefrau Erna (Tanja Kramer) wenig erfreut. Dass das ausgerechnet die Ehefrau Claudia (Nicole Otte) des gutmütigen Bauern Hans (Andreas Bömeke) ist, macht die Verwicklung komplett. Gut, dass der „Stringtanga-verachtende“ Geologe Jens (Annegret Kellner) einerseits die Postbotin Julia, die ein ganz eigenes Verhältnis zum Briefgeheimnis hat, findet und ebenso brütende Rotmilanpaare und schwanzlose Graumolche, die letztendlich den Bau der Windräder verhindern.

Die Zuschauer erfreute das Schauspiel, Sie waren von einer Doppelprügelszene auf der Bühne sehr angetan. Und natürlich von den vielen Spitzen gegen die Nachbarorte, wie „da kann sie nichts dafür, sie stammt aus Ebergötzen“, „die Frauen in Westerode tragen keine Unterwäsche und rasieren sich nicht“ oder „Komm wir ziehen nach Rüdershausen“ als die sich liebenden Kinder des Bürgermeisters und des Bauern, der die Wiese verkauft hat, befürchten, dass sie Geschwister sind.

„Das ist eine tolle Laienspielgruppe“ sagte Juliane Seebeck. Sie war aus Sattenhausen „über den Berg“ nach Desingerode gekommen, Ungewöhnlich viele Nicht-Desingeröder hatten für die Aufführung im ausverkauften Pfarrhaus eine Karte ergattern können. Es hat sich in der Region herumgesprochen, dass hier ein sehr vergnüglicher Abend bei Wein, Bier und Currywurst erleben kann. 120 Essen wurden im Verlauf des langen Theaterabends serviert. Mit dem Absingen des Desingeröder Liedes endete eine Vorstellung mit Laienschauspielern, die alle mit ganz viel Herzblut bei der Sache sind.

Die Akteure geben sich am Sonnabend, 3. März, ab 19.30 Uhr und am Sonntag, 4.März, ab 15.30 Uhr im Pfarrheim Desingerode wieder die Ehre. Doch die Veranstaltungen sind leider schon ausverkauft.

Von Frank Beckenbach

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