Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Almauftrieb trotz Hagelschauer
Die Region Duderstadt Almauftrieb trotz Hagelschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 26.04.2017
Landwirtschaftsmeister Daniel Wehmeyer, führt sein Harzer Rotes Höhenvieh auf die Weide. Quelle: Franke
Anzeige
Duderstadt

Es war kein besonders gutes Wetter auf Gut Herbigshagen. Bis kurz vor dem Start des Almauftriebs prasselten Hagelkörner auf die zahlreichen aufgespannten Regenschirme. Doch wie bestellt, hörten Hagel und Regen pünktlich zum Event auf und mit dem besseren Wetter kamen auch noch mehr Zuschauer an die Strecke und postierten sich hinter der Absperrung. Die Tiere seien nach Angaben ihres Halters zwar ruhig und friedlich, aber trotzdem sei es sicherer, wenn die Tiere freie Bahn hätten.

Almauftrieb in Duderstadt

Bevor es losging, interviewte Christoph Neumann, Leiter auf Gut Herbigshagen, den Züchter, um die Besucher mit Informationen zu versorgen. Wehmeyer berichtete dabei unter anderem von der Tradition des Höhenviehs. Im Harz sei ja der Bergmann unter Tage gewesen und habe Erze geschürft. „Und die Frau war zu Hause und hat sich um Kind, Küche und Kuh gekümmert.“

Wehmeyer hat in seinem Zuchtbetrieb in Düna bei Osterode knapp 300 Rinder, womit er zu den bedeutendsten Betrieben zählt, die das Rote Höhenvieh zurückzüchten. Für sein innovatives Betriebskonzept wurde er 2016 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau 2016 in der Kategorie „gesamtbetriebliche Konzeption“ ausgezeichnet.

Einen kleinen Teil seiner Herde hält Wehmeyer auf Gut Herbigshagen.„Die Tiere bleiben so lange es geht auf der Weide“, sagt Wehmeyer.Das sei die Haltung, die der natürlichen Lebensweise der Tiere am nächsten komme. Erst zum Winter sollen sie wieder in den Stall. „Da kann der Stall noch so schön sein, die Weide ist für die Kühe und Rinder am besten“, weiß Wehmeyer. Und so konnten auch die 16 roten Harzer es kaum erwarten, an das frische grüne Futter zu kommen. Zunächst gemächlich und dann immer schneller im Laufschritt ging es hinauf auf die Weide.

Der Züchter und seine Helfer konnten kaum Schritt halten. Und auf der Wiese angekommen, hörten die Zuschauer von oben ein zufriedenes Muhen. Und wer mochte, konnte sich im Anschluss selbst ein Bild davon machen, wie gut es dem Harzer Roten Höhenvieh Weide gefiel. Die Tiere erkundeten das weitläufige Gelände und genossen gleich die ersten frischen Gräser.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige