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Duderstadt Heine-Hessing-Medaille für Hans Georg Näder
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00:21 21.02.2019
Hans Georg Näder nimmt die Heine-Hessing-Medaille in der Kunsthalle HGN entgegen. Quelle: Peter Heller
Duderstadt

Während der Eröffnung der Ausstellung „Vom Start-up zum Weltmarktführer – 100 Jahre Ottobock“ in der Kunsthalle HGN hat Ottobock-Inhaber Hans Georg Näder am Montag die Heine-Hessing-Medaille in Gold des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik überreicht bekommen.

Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des Verbandes, lobte die Verdienste Näders: „Professor Hans Georg Näder ist größte Anerkennung für seine unternehmerische und karitative Lebensleistung zu zollen. Sein kreativer Vorwärtsdrang im Zeitalter der Digitalisierung ist unermesslich“, betonte Lotz. Von der Spitze des Weltmarktführers Ottobock aus sorge Näder im Sinne des Handwerks und der Patienten stetig für neue Innovationen in der Orthopädie-Technik.

Studium statt Ausbildung

Anders als sein Vater Max Näder und sein Großvater Otto Bock habe Hans Georg Näder keine handwerkliche Ausbildung, sondern ein Studium der Betriebswirtschaftslehre absolviert. Vor seinem Einstieg in das elterliche Unternehmen habe er sich bei diversen Auslandspraktika mit den wirtschaftlichen Verhältnissen in Australien, Frankreich und den USA vertraut gemacht. Max Näder, 1974 mit der Heine-Hessing-Medaille ausgezeichnet, habe die ersten Weichen für die Internationalisierung des Unternehmens bereits gestellt; unter der Leitung seines Sohnes habe das Unternehmen dann „volle Fahrt“ aufgenommen.

Parallel habe sich Näder seit 1988 massiv für die Paralympischen Spiele engagiert. Inzwischen seien die „Paralympics“ zur zweitgrößten Sportveranstaltung der Welt aufgestiegen.

Einsatz für Kinder in Not

Gleichberechtigung und Teilhabe würden auch im Mittelpunkt der 2015 gegründeten „Ottobock Global Foundation“ stehen. Näder bekleide hier seit der Gründung den Posten des Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung, die Kinder in Not mit Hilfsmitteln versorgt. Außerdem habe sich Näder auf vielfältige Weise für die Weiterentwicklung der Technischen Orthopädie am Standort Deutschland eingesetzt, hieß es in der weiteren Begründung für die Vergabe der Medaille. Exemplarisch wurden weitere Tätigkeiten Näders aufgezählt, etwa für die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA), den Bundesverband Junger Unternehmer oder die Hannelore-Kohl-Stiftung.

Die Heine-Hessing-Medaille in Gold ist die höchste Auszeichnung, die der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik zu vergeben hat. Sie wird seit 1970 an Personen verliehen, die sich im herausragenden Maße für das Handwerk und die Technische Orthopädie verdient gemacht haben. Ihre Namensgeber Johann Georg Heine (1770 – 1838) und Hofrat Ritter Friedrich von Hessing (1838 – 1918) gehören zu den prägenden Wegbereitern der modernen Orthopädie-Technik. Näder ist der 28. Preisträger der Heine-Hessing-Medaille; die Statuten des Verbandes legen fest, dass stets nur maximal 15 lebende Personen die Medaille besitzen dürfen.

Lotz kündigte an, dass Näder im August zum Ehrenobermeister des Innungsverbandes ernannt werden soll.

Von Markus Riese / r

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