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Duderstadt „Herausragende Verdienste um unsere Stadt“
Die Region Duderstadt „Herausragende Verdienste um unsere Stadt“
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18:34 08.04.2010
Ehrenbürger seit 1887: Standbild von Kardinal Georg Kopp an der Oberkirche. Quelle: Tietzek

Als Siebter in dieser Reihe ist Pfarrer Ludwig Debray zu nennen, dem für sein priesterlichen Wirkens 1969 die Ehrenbürgerwürde der damals selbstständigen Gemeinde Desingerode verliehen wurde. Sie wurde durch die Stadt Duderstadt bestätigt.

Erster Ehrenbürger der Stadt war der in Duderstadt geborene Karl Ludwig Hartmann, der später Kreisgerichtsdirektor in Glogau wurde. Warum gerade er diese Würde im Jahr 1857 erhielt, verschweigt der Autor der Duderstädter Chronik, Christoph Lerch, leider. Anders sieht es mit dem ebenfalls in Duderstadt geborenen Kardinal Georg Kopp aus, der Fürstbischof von Breslau wurde und sich im politischen Streit zwischen Kirche und preußischer Regierung große Verdienste erwarb. Über ihn und sein politisches Wirken sind lange Abhandlungen geschrieben worden. Die Duderstädter Ehrenbürgerwürde wurde ihm im Jahre 1887 verliehen.

Große Verdienste um die industrielle Entwicklung Duderstadts erwarb sich der Senator der Freien Hansestadt Bremen und Großfabrikant Carl Biermann, der hier eine Zigarrenfabrik gründete. Er erhielt das Ehrenbürgerrecht im Jahre 1914. Weiter ging es mit dem Propst und Stadtpfarrer Rudolf Bank. Er machte sich besonders um die Ausschmückung der St. Cyriakuskirche verdient. Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm dann im Jahre 1918 verliehen.

Wohlbekannt ist in der Brehmestadt der Name des Fabrikanten Franz Hollenbach, der vielfach karitativ tätig war und Gründer der Hollenbach-Stiftung, dem Alten- und Pflegeheim am Obertor, ist. Das wurde ihm 1958 zu seinem 70. Geburtstages mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde vergolten.

Schließlich der Fabrikant Max Näder, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Firma Otto Bock in Duderstadt neu aufbaute und sie zu einem Weltunternehmen machte. Er wurde nicht nur mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet sondern 1990 auch zum Ehrenbürger ernannt, „In dankbarer Anerkennung seiner herausragender Verdienste um unsere Stadt“, wie es im Ehrenbürgerbrief heißt (siehe Bild). Er war nicht nur Firmenchef, sondern auch Mäzen der Stadt und Förderer vieler Einrichtungen und Institutionen wie der Lebenshilfe Eichsfeld oder der Freiwilligen Feuerwehr.

Bei der Vergabe der Ehrenbürgerwürde ist die Stadt Duderstadt stets sehr umsichtig vorgegangen. Der Rat hat aufmerksam darauf geschaut, wen sie solchermaßen ehren sollte – und wen lieber nicht.

Von Sebastian Rübbert

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