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Duderstadt Startschuss für Spendenaktion
Die Region Duderstadt Startschuss für Spendenaktion
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10:54 17.01.2017
Soll geschlossen werden: die Geburtshilfestation des Krankenhauses St. Martini. Quelle: Wenzel
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Duderstadt

Weiter versuchen Vinzenz-Verbund, Krankenhaus-Verantwortliche, Politiker und Ehrenamtliche, Möglichkeiten zum Erhalt der Geburtshilfe in St. Martini auszuloten. Gespräche mit Politikern und Bürgern sollen informieren und zur Lösungsfindung beitragen, zudem ist ein Spendenkonto eingerichtet.

Träger und Krankenhausleitung begrüßen dabei eine Einladung zur Teilnahme an der nächsten Sitzung des Verwaltungssauschuss im Rat der Stadt Duderstadt am Donnerstag, 26. Januar, im Duderstädter Stadthaus. Nach Angaben des Vinzenz-Verbundes werde dieser gefolgt. Dabei sollen "Gedanken und Anregungen aufgenommen" werden, die mit der Einladung übersandt wurden.

„Diese Sitzung ist insofern ein wichtiges Gesprächsforum, um mit den gewählten Vertretern aller politischen Kräfte in Duderstadt ins vertiefte Gespräch zu gehen“, stellt Verbundgeschäftsführer Dr. Gregor Zehle fest. Auch Markus Kohlstedde, Geschäftsführer des Krankenhauses, hält es für wichtig, in dem Gremium "Rede und Antwort zu stehen", wie er sagt. Der Besuch im Verwaltungsausschuss stelle dabei keinen Ersatz zum "Runden Tisch" dar, der an verschiedenen Stellen gefordert und von Zehle bereits zugesagt worden war. "Wir wollten allerdings vermeiden, jemanden außen vor zu lassen", begründet Kohlstedde die Entscheidung gegen eine Klausur und für eine öffentliche Diskussion.

Um die herzustellen, hat das Krankenhaus für Sonnabend, 28. Januar, einen "Bürgerdialog" initiiert. Zwischen 11 und 13.30 Uhr können sich Interessierte im Konferenzraum im Untergeschoss des Altenpflegeheims an der Diskussion beteiligen. Der Einlass erfolgt ab 10.30 Uhr.

Auch die Förderinitiative St. Martini will ihren Beitrag leisten: Nach "intensiven Gesprächen" zwischen Vinzenz-Verbund, Krankenhausleitung, Vertretern und Unterstützern der Förderinitiative sowie Bürgermeister Wolfgang Nolte und dem Abgeordneten Lothar Koch (CDU) stellen die Krankenhaus-Unterstützer ein Spendenkonto für zweckgebundene Spenden zum Erhalt der Geburtshilfe zur Verfügung, so Florian Grewe, Leiter der Unternehmenskommunikation im Vinzenz-Verbund. Ziel sei es, das Defizit über Spendenmittel auszugleichen. Bis Freitag, 10. März, müssen, um die Geburtshilfe bis Ende 2017 erhalten zu können, 125000 Euro eingehen. „Dabei müsste jeder der 5 700 Unterstützer der Petition an den Vinzenz-Verbund rund 22 Euro spenden“, hatte der Geschäftsführer zur Bekanntgabe der Spendenaktion ausgerechnet. Seitdem verringerte sich der rechnerische Betrag für den einzelnen noch weiter. Am Dienstagvormittag lag die Zahl der Unterzeichner bereits bei knapp 6000.

"Eine Deckung des anfallenden Defizites ist nach Analysen von Träger und Krankenhausleitung nur über Spenden von Bürgern und Unternehmen in der Region möglich", teilt der Vinzenz-Verbund mit. Kohlstedde berichtet, er habe eine Zusage des Trägers für den Weiterbetrieb der Geburtshilfe bis Ende 2017, sofern der Spendenbetrag erreocht sei. "Das Defizit des ersten Halbjahres in gleicher Höhe wird der Träger übernehmen", erklärte er, dass auch der Vinzenz-Verbund seinen Beitrag leiste. Der Stichtag 10. März sei notwendig, um noch "alle organisatorischen und auch arbeitsrechtlichen Weichen für den Weiterbetrieb bis Jahresende stellen zu können".

Deutschlandweit gebe es kein Beispiel, "in dem die langfristige Sicherung einer Krankenhausabteilung per spendenfinanziertem Defizitausgleich gelungen ist“, machte Kohlstedde deutlich, fügte aber hinzu: „Mich würde es riesig freuen, wenn uns dies hier im Eichsfeld gelingen könnte.“

Zehle ergänzte, jer wünsche sich, eine Tendenz bereits Mitte Februar absehen zu können. Allerdings müssten Co-Finanzierung und Betrieb auch langfristig gesichert werden, gibt der Geschäftsführer zu bedenken, und verweist auf den notwendigen Betrag für 2018 in Höhe von rund 250 000 Euro unter den jetzigen Rahmenbedingungen. "Ab 2019 wird ein Defizit von bis zu 500 000 Euro prognostiziert aufgrund neuer Anforderungen durch Nachbesetzung der Chefarztposition, einer weiteren Facharztposition sowie Investitionsbedarfen und steigender Sachkosten", so Zehle.

Für den Fall, dass die Spendengelder bis zum Stichtag nicht ausreichen sollten, erhalten die Spender ihr Geld zurück. Markus Teichert, Sprecher der Förderinitiative, erklärt: „Wird das Spendenziel nicht erreicht, wird die Förderinitiative selbstverständlich alle zweckgebundenen Spenden zurücküberweisen.“

Spendenkonto

Förderinitiative St. Martini – Spendenkonto Sparkasse Duderstadt Konto 343 343; BLZ 260 512 60 IBAN DE82 2605 1260 0000 3433 43; BIC NOLADE21DUD

Zweck: Erhalt der Geburtshilfe 2017

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