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Duderstadt In Seeburg frieren die Störche
Die Region Duderstadt In Seeburg frieren die Störche
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00:19 14.03.2013
Von Kuno Mahnkopf
Von der Rückkehr des Winters überrascht: Storchenmännchen in verschneiter Landschaft am Ortsrand von Seeburg. Quelle: Blank
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Eichsfeld

Bei dichtem Schneetreiben legten am Sonntag zahlreiche erschöpfte Kraniche Zwischenlandungen in der Region ein.

„So viele Kraniche habe ich hier noch nie gesehen“, sagt Hobby-Ornithologe Carsten Linde. Auf dem Weg zu ihren Brutplätzen in Mecklenburg-Vorpommern und Skandinavien übernachteten die imposanten Zugvögel bei Waake, Bösinghausen und im Bereich des Seeburger Sees. Allein am Westersee bei Seeburg beobachtete Sebastian Lohmann hunderte von Kranichen.

„Das Wetter zwang die Tiere zum Tiefflug, sie hatten keine Thermik und mussten Kraft tanken“, berichtet Linde, der seit Jahren den Kranichen quer durch Europa nachreist und Fotokalender erstellt. Mehr Sorgen als um die durchreisenden Kraniche, die notfalls auch Körner fressen, macht er sich über die ersten Störche. Denn die können keine Pflanzenteile verdauen, sind auf tierisches Eiweiß angewiesen und fangen bei Schnee und Frost mit viel Glück höchstens einmal eine Maus.

„Der Seeburger Storch wird Hunger schieben“

„Die männlichen Störche kommen rund zwei Wochen vor den Weibchen, um die Nester vorzubereiten“, sagt Linde und sieht harte Tage auf den Seeburger Frühankömmling zukommen: „Der Seeburger Storch wird Hunger schieben.“

Besser haben es da die Kröten, die einfach noch in ihren Löchern bleiben, während an Straßenrändern vielerorts bereits die Schutzzäune aufgebaut sind – wie an den Thiershäuser Teichen.

„Es ist bald wieder soweit: Die Amphibien ziehen zu ihren Laichgewässern“, hatte der Landkreis Göttingen schon im Februar in seiner jährlichen Mitteilung zur Krötenwanderung verkündet – als noch kein Wetterfrosch mit der Rückkehr des Winters im März gerechnet hatte. „Die Kröten verharren noch in Winterstarre“, bestätigt Rómulo Aramayo Schenk, der vor einer Woche den Fangzaun am Wendebachstausee aufgebaut und dort erst eine Kröte gesichtet hat.

„Auch die Fledermäuse, von denen einige bereits aktiv waren, haben sich wieder auf den Ruhemodus umgestellt“, sagt Schenk, der Mitarbeiter der Heinz-Sielmann-Stiftung und Regionalbeauftragter für Fledermäuse ist. Sie seien gleich in ihren Winterquartieren geblieben, bestenfalls in geeignete Zwischenquartiere ausgewichen. Mangels Nahrung mangele es ihnen auch an Energie zur Erhöhung der Körpertemperatur.

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