Inge Sielmann bekommt Deutschen Umweltpreis
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Duderstadt Inge Sielmann bekommt Deutschen Umweltpreis
Die Region Duderstadt Inge Sielmann bekommt Deutschen Umweltpreis
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00:18 30.10.2017
Inge Sielmann und Wolfgang Nolte. Quelle: Niklas Richter
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Duderstadt

Besonders im Fokus der Preisverleihung stand das Grüne Band. Das Herzensprojekt Heinz Sielmanns, das er bereits 1988 – ein Jahr vor dem Mauerfall – bei den Dreharbeiten zu „Tiere im Schatten der Grenze“ als Zukunftsvision formulierte, ist heute aktueller denn je.1996 hat der berühmte Tierfilmer die Zentrale seiner neu gegründeten Stiftung auf Gut Herbigshagen eingerichtet, nur wenige hundert Meter entfernt von der ehemaligen Grenze. Die Heinz-Sielmann-Stiftung setze sich aktiv und in besonderem Maße für den Schutz dieser Landschaft ein, die nach der Grenzöffnung zum Grünen Band wurde, so der Grund für die Auszeichnung. Die DBU würdigt diesen Einsatz nun mit dem 25. Deutschen Umweltpreis.

Vonseiten der Heinz-Sielmann-Stiftung heißt es: „Es war für Heinz und Inge Sielmann wie die Erfüllung einer Vision, als die Stadt Duderstadt als Sitz der Stiftungszentrale das Gut Herbigshagen im Eichsfeld anbot – nur einen Kilometer von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt.“ Mit dem einstigen Grenzstreifenprojekt sollten zunächst „prägnante Kleinode der Region“ wie die Rhumequelle, der Seeburger See und der Glockengraben im Sielmann-Biotopverbund Eichsfeld-Werratal gebündelt werden. Auf dieser Grundlage habe Heinz Sielmann zusammen mit der HAWK Göttingen (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst) 2003 das Naturschutzgroßprojekt Grünes Band Eichsfeld-Werratal in die Wege geleitet. Auf 130 Kilometern zwischen Harz und Thüringer Wald sollte der Biotopverbund dauerhaft gesichert werden. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz bewilligten 2009 die dafür beantragten Fördermittel.

„Von ganzem Herzen gratulieren die Bürgerinnen und Bürger des gesamten Eichsfeldes und der Stadt Duderstadt zu dieser herausragenden Auszeichnung“, übermittelte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) stellvertretend für die Menschen in der Region die Glückwünsche an Inge Sielmann. Er lobte den Einsatz ihres 2006 verstorbenen Ehemannes für die Weiterentwicklung des einstigen Todesstreifens zum Grünen Band. Als weit ausstrahlenden Beitrag zur Realisierung des Europäischen Grünen Bandes bezeichnete Nolte die umwelt- und geschichtsbewusste Zusammenarbeit der Heinz-Sielmann-Stiftung und des Stifter-Ehepaares mit weiteren regionalen Unterstützern und hofft auf die Anerkennung des Grünen Bandes als Weltkultur- und Weltnaturerbe. Des Weiteren forderte er Inge Sielmann auf: „Lassen Sie uns die große Aufgabe Grünes Band gemeinsam mit allen relevanten regionalen Partnern in die Zukunft führen und dabei aufbauen auf die modellhafte Zusammenarbeit mit dem Bund, dem Bundesamt für Naturschutz, den Ländern Niedersachsen und Thüringen, unseren Landkreisen Göttingen und Eichsfeld sowie weiteren namhaften Partnern.“

Von Claudia Nachtwey

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