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Duderstadt Volle Eichsfeldhalle bei „Zauberflöte – inkognito“
Die Region Duderstadt Volle Eichsfeldhalle bei „Zauberflöte – inkognito“
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00:19 18.09.2017
Mozarts Zauberflöte in der Eichsfeldhalle, musikalisch bearbeitet von den Schülerinnen und Schülern der Kreismusikschule und pantomimisch dargestellt von Geflüchteten in Zusammenarbeit mit der Werkstatt Mosler. Quelle: Arne Bänsch
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Duderstadt

Die Proben der rund 80 Musiker vom Grundschul- bis ins Erwachsenenalter haben einige Wochen gedauert. Mozarts Zauberflöte ist vielschichtig. Die dreistündige Oper auf rund die Hälfte der Zeit zu verkürzen, bedeutete, einiges wegzulassen, aber sich auch mehr Freiheiten bei der Umsetzung zu gönnen. So fügte sich sogar eine E-Gitarre beim musikalischen Thema der drei Knaben gut ins Gesamtwerk ein. Die Interpretation der Mozart-Oper hat Sabine Gottschalk, Leiterin der Kreismusikschule, rein instrumental umgesetzt. Das gab den jungen Musikschülern Gelegenheit, ihr Instrument und ihr Können auch in diversen Soli vorzustellen, wie bei der „Rachearie“ der Königin der Nacht. Dieser Part wurde von einer Flöte übernommen, was der königlichen Wut aber keineswegs die Dramatik nahm. Um nicht den Faden zu verlieren, wurde die komplexe Handlung von Johannes Hansen vorgelesen, den die Kinder und Jugendlichen auch als Sozialarbeiter aus dem Jugendfreizeitheim (Jufi) kannten. Zu Beginn der Aufführung gab es Einblicke in die Hintergründe der Oper auf deutsch, arabisch und persisch, denn unter den Gästen sowie unter den Protagonisten auf der Bühne waren auch einige Geflüchtete.

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Integrationsprojekt zeigt Zauberflöte in Duderstadt

Das Künstler-Duo Christiane und Lüder Mosler, die auch die Werkstatt Mosler betreiben, hat zusammen mit den jungen Geflüchteten sowie Kinder und Jugendlichen aus dem Eichsfeld die pantomimische Aufführung im Jufi einstudiert. Dafür haben die Jugendlichen unter der Anleitung der Moslers das Bühnenbild, Masken und Kostüme gestaltet und Bilder gemalt, die mit einem Projektor vergrößert wurden und als Lichtbilder den Hintergrund bildeten. Auf der Bühne gab es auch den Bezug zum Titel „Zauberflöte – inkognito“. Wer sich hinter den Masken verbarg, welcher Hautfarbe und Herkunft der Schauspieler war, konnte kaum erkannt werden. Alle Jugendlichen haben gemeinsam der Handlung der märchenhaften Mozart-Oper mit ihrer Pantomime Leben eingehaucht.

Gottschalk hatte für die beiden Aufführungen am Freitag die Schulen aus dem Landkreis eingeladen. Klassen von den Eichsfelder Grundschulen, den Förderschulen aus dem Landkreis und aus Thüringen, dem Eichsfeld-Gymnasium, der Heinz-Sielmann-Realschule, der KGS Gieboldehausen, Göttinger und Harzer Schulen waren gekommen, so dass die Eichsfeldhalle bei zwei Schüleraufführungen hintereinander voll besetzt war. Das war zwar anstrengend für Musiker, Protagonisten und Organisatoren, aber zur Belohnung gab es tosenden Applaus, Gestampfe und Gejohle. „Ich bin erleichtert, dass alles so gut geklappt hat“, sagte Gottschalk nach den beiden Konzerten. Am Sonnabend, 16. September, gibt es die letzte Aufführung der „Zauberflöte – inkognito“ um 17 Uhr in der Eichsfeldhalle. Alle Musikfans, Familien und Freunde sind eingeladen, das kostenfreie Konzert zu besuchen. Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU), Schirmherr der Veranstaltung, sowie der Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) haben ihr Kommen zugesagt, berichtet Gottschalk und hofft erneut auf ein volles Haus.

Von Claudia Nachtwey

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