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Duderstadt Umgehung Obernfeld und Mingerode „überfällig“
Die Region Duderstadt Umgehung Obernfeld und Mingerode „überfällig“
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14:55 02.03.2019
Engagieren sich in der Interessengemeinschaft VKE 1 dafür, dass die Umgehung von Obernfeld und Mingerode endlich auf den Weg gebracht wird (v.l.) Winfried Kopp, Klaus Lüddecke, Karl-Heinz Wüstefeld, Marc Feike, Christian Schwedhelm und Vinzenz Bock. Quelle: Eichner-Ramm
Mingerode/Obernfeld

Keine Mittel, keine Planung. Auf diesen einfachen Nenner bringt es die Interessengemeinschaft VKE 1, warum sich aus ihrer Sicht seit vielen Jahren nichts beim Verkehrsprojekt namens VKE 1 – Ortsumgehung Mingerode-Obernfeld im Verlauf der Bundesstraße 247 tut.

Am Freitagabend haben sich einige der Aktiven der Interessengemeinschaft (IG) aus beiden Ortschaften getroffen, um die bisherigen Aktivitäten auszuwerten und weitere Ideen zu entwickeln. Über all dem steht das Ziel, dass die aus ihrer Sicht längst überfällige Ortsumgehung der Ortschaften Obernfeld und Mingerode im Verlauf der B 247 umgesetzt wird, um die Bürger beider Orte vor der „unerträglichen Verkehrsbelastung, vor allem durch Schwerlastverkehr“ zu entlasten.

Seit Grenzöffnung tut sich nichts

Immerhin sei das Verkehrsprojekt VKE 1 seit Grenzöffnung vor 30 Jahren Thema. Bis heute aber gebe es noch nicht einmal eine Planung, kritisieren die Mitglieder der IG. „Das Thema wird immer nur herausgeholt, wenn Wahlkampf ist“, ärgern sich Winfried Kopp aus Obernfeld und Marc Feike aus Mingerode, danach werde das Thema meist wieder verdrängt und stehe zu wenig im Fokus, so ihr Eindruck.

„Wir wollen uns nicht weiter vertrösten lassen“, betont Klaus Lüddecke, Sprecher der IG, und richtet seinen Unmut unter anderem in Richtung des Obernfelder Bürgermeisters, Karl-Bernd Wüstefeld, von dem sich die Mitglieder der Initiative eine weniger zögerliche Haltung und mehr Unterstützung wünschen würden. Auch wundert es die IG-Mitglieder, dass bislang auch in den kommunalen Gremien, wie dem Gemeinderat Obernfeld oder dem Samtgemeinderat die Umgehung bisher kaum einmal thematisiert wurde. „Wir erwarten ja keine Wunder“, sagt Feike, „aber Informationen, was geht, und was nicht“.

Baureife erst 2030 zu erwarten

Immerhin habe die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar auf Initiative der IG im vergangenen Jahr bei einer öffentlichen Veranstaltung über den Sachstand informiert. Dabei erfuhren die Bürger zum Beispiel, dass mit einer Baureife der Umgehung erst im Jahr 2030 zu rechnen sei. Zwischenzeitlich seien laut Auskunft der Behörde und des Landtagsabgeordneten Thomas Ehbrecht (CDU) der Interessengemeinschaft gegenüber Mittel für eine Planung in Aussicht gestellt, ein Planungsauftrag sei aber bisher nicht vergeben worden, so Lüddecke. Möglicherweise liege das daran, dass derzeit die Planer zu wenig Kapazitäten haben, vermutet die IG.

Park-Aktion „als Erfolg zu werten“

Einig sind sich die „Aktiven“ der Interessengemeinschaft, dass sie auch weiterhin am Ball bleiben wollen. Zuletzt hatte die Initiative auf die fehlenden Ortsumgehungen mit einer Aktion aufmerksam gemacht, in dem sie sowohl in Obernfeld als auch in Mingerode Autos an der Ortsdurchfahrt geparkt hatten. Das sei gut angekommen und „als Erfolg zu werden“, bilanzierte die Runde am Freitagabend.

Tempo 30 und regelmäßiges Blitzen

In nächster Zeit hoffen die IG-Mitglieder auf einen Gesprächstermin mit dem Landkreis. Dabei wollen sie unter anderem ihre Überlegungen darlegen, wie die Lebensqualität der an den Ortsdurchfahrten von Obernfeld und Mingerode verbessert werden kann. Dabei denken sie zum Beispiel an verkehrsberuhigende Maßnahmen wie eine Tempo-30-Zone. Die vorhandenen Tempo 30-Begrenzungsschilder für Lkw in Obernfeld würden nämlich immer nur bis zur nächsten Straßeneinmündung gelten, argumentiert die IG.

Auch wünschen sich die IG-Vertreter „weitere Maßnahmen, die das Leben der Anwohner leichter machen“. Nach Auffassung von Kopp würde außerdem helfen, wenn regelmäßig geblitzt würde. Und schließlich erhofft sich die Interessengemeinschaft auch einiges im Zusammenhang mit dem Lärmaktionsplan, der in Kürze in der Samtgemeinde Gieboldehausen beraten und aufgestellt wird.

Von Britta Eichner-Ramm

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