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Duderstadt Jürgen Trittin lehnt Umgehungsbau nach Thüringen ab
Die Region Duderstadt Jürgen Trittin lehnt Umgehungsbau nach Thüringen ab
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00:32 26.03.2015
Debatte über Umgehung für Duderstadt und Teistungen; Jürgen Trittin (Grüne) fordert  Entlastung jetzt statt teuren Straßenneubau. Quelle: Richter
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Teistungen

Der Abgeordnete  forderte stattdessen ein Nachtfahrverbot für Lkw, Maut auf Bundesstraßen und kleinere Maßnahmen, um die Anwohner  „jetzt zu entlasten“.

Es fehle der Mut zu sagen, dass bis 2015 voraussichtlich sowieso nichts passiere, wenn überhaupt, sagte Trittin. Auch für die Neuauflage des Bundesverkehrswegeplanes gebe es nur eine bestimmte Menge Geld, das auf die Bundesländer verteilt werde. Dem Wettbewerb mit anderen Vorhaben müsse sich auch dieses Projekt stellen.

Bevölkerung und Verkehr nehme entgegen alten Annahmen ab, sagte der Duderstädter Ratsherr Hans-Georg Schwedhelm (Grüne). Durch eine 60 Millionen Euro teure Umgehung werde nur eine Entlastung in den Orten um 50 Prozent erreicht. Aus seiner Sicht gibt es Alternativen. Ein Teil des Geldes reiche aus, um etwa Schallschutzfenster und Abbiegespuren zu finanzieren. Zum Beispiel werde Oettinger Bier aus Gotha nicht über die A 38 transportiert – das sei „ein klarer Fall“ von Mautflucht. Durch Maut auf Bundesstraßen sei das Problem schon im  Griff.

Unter anderem durch den Tunnel unter dem Pferdeberg seien dreimal so große Erdbewegungen nötig als bei der Umgehung Waake, so Schwedhelm. „Unsere deutliche Botschaft ist, wir wollen die Straße nicht.“ Die Umgehung werde sich im Vergleich mit anderen Richtung Erfurt niemals rechnen, sagte Lothar Wandt für die Thüringer Grünen.

50 Prozent weniger Verkehr sei 50 Prozent mehr Lebensqualität für ihn und seine Familie, widersprach ein Teistunger B-247-Anwohner.  Er lud Trittin nachts zum „Couch-Surfing“ in seine Wohnung ein.

Für den Abschnitt der Umgehung um Tiftlingerode und Gerblingerode bis nach Ferna läuft das Planfeststellungsverfahren beim Thüringer Landesverwaltungsamt. Bis Mittwoch, 8. April, können Unterlagen bei der Stadt Duderstadt und der Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld eingesehen werden. Einwände sind bis 22. April möglich. Der Abschnitt der  Umgehung um Duderstadt von Westerode bis Euzenberg soll im Oktober fertig sein.

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