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Duderstadt Visionen für ein junges Duderstadt
Die Region Duderstadt Visionen für ein junges Duderstadt
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16:16 04.04.2018
Ein Projekt der letzten Jugendzukunftskonferenz war es, Duderstadt bunter zu gestalten – unter der Leitung von Susanne Möhl (rechts). Mit Erfolg: Mittlerweile wurden verschiedene Stromkästen angemalt. Quelle: Oliver Thiele
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Duderstadt

Erneut können Jugendliche auf der Jugendzukunftskonferenz ihre Wünsche und Verbesserungsvorschläge für die Stadt äußern und daraus gemeinsam Projekte entwickeln.

„Wir sind durch alle weiterführenden Schulen gegangen und haben die Acht- und Neuntklässler informiert und eingeladen“, erzählt Susanne Bednorz, Projektmanagerin für Kinder, Jugend und Gestaltung im Team Duderstadt2020, das die Konferenz organisiert. 71 Schüler und Schülerinnen hätten sich angemeldet, um am Donnerstag über die guten und schlechten Seiten ihrer Heimatstadt zu diskutieren – darunter Schüler aus dem Eichsfeld Gymnasium, der Heinz-Sielmann-Realschule, der IGS St. Ursula und der Astrid-Lindgren-Schule.

Jugendzukunftskonferenz: Projekte wie „Duderstadt wird bunt“

Was dabei herauskommen kann, zeigen die Ergebnisse der vorigen Jugendzukunftskonferenz: Die Jugendlichen hatten unter anderen unter den Titeln „Duderstadt wird bunt“, „Talwiese als Sportplatz“, „Skate Park“, „Freies WLAN“ oder „Jugendcafe & Lounge“ Projektgruppen gebildet, die sich nach der Konferenz weiter trafen, um an der Umsetzung ihrer Ziele zu arbeiten. Mit zum Teil großen Erfolgen: „Es wurden mehrere Graffiti-Workshops organisiert“, erzählt Bednorz. Darin hätten die Jugendlichen bereits drei Trafohäuschen besprayt und so verschönert – weitere Workshops seien in Planung.

Auch das freie WLAN in der Marktstraße sei mittlerweile Realität, wie Bednorz erzählt. Vor dem Kinder- und Jugendtreff Jufi sei außerdem eine Skateranlage entstanden, und auch in Gerblingerode gebe es mittlerweile eine Skatefläche.

Auf der Talwiese in Duderstadt ist kein Sportplatz entstanden

Doch manche Projekte sind auch im Sande verlaufen: „Nach wie vor wird die Fläche auf der Talwiese bespielt, aber es ist kein großer Sportplatz entstanden“, spricht Bednorz über den Wunsch einiger Jugendlicher, die die Sportfläche dort ausbauen wollten. Die Gruppe, die gern ein Jugendcafé einrichten wollte, habe sich zwar anfangs noch getroffen, doch dann habe es erst an einem Raum und dann an der Zeit der Jugendlichen gemangelt, erzählt Bednorz weiter. „Aber ich vermute, dass das in diesem Jahr wieder ein Thema wird“, sagt das Duderstadt2020-Teammitglied. „Egal ob jetzt oder vor acht Jahren – die Jugendlichen haben oft die gleichen Wünsche“, erzählt sie. 2010 sei die erste Jugendzukunftskonferenz organisiert worden. Seitdem sei beispielsweise auch fast immer das Thema volle Busse während den Konferenzen aufgekommen.

Worüber sie sprechen und was sie am Ende für Ideen und Projekte entwickeln, liegt aber ganz bei den Jugendlichen: In einer ersten Kritikphase sollen sie sammeln, was ihnen gut in Duderstadt gefällt und was nicht, wo sie sich gern in ihrer Freizeit aufhalten und wo Verbesserungsbedarf besteht. „In der anschließenden Fantasiephase sollen die Jugendlichen dann Visionen für Duderstadt spinnen“, erzählt Bednorz. Das wird auf ganz unterschiedliche Arten getan: ob nun durch Lego, Fotografien, eine eigene Zeitungsseite oder ein Youtube-Video. Was dann folgt, ist nur konsequent: „Aus den Visionen sollen sie dann mögliche Projekte ziehen“, erläutert Bednorz. Die im besten Fall anschließend von Erfolg gekrönt werden wie bei der Graffiti-Aktion. Und so nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern vor allem Duderstadt für die Jugendlichen lebenswerter macht.

Von Hannah Scheiwe

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