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00:30 08.04.2018
Die Schülerinnen Alina Hübenthal und Florentina Elezaj (v.l.) präsentieren ihr Lego-Modell für ein Jugendhaus in Duderstadt. Quelle: Scheiwe
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Duderstadt

Der Altersdurchschnitt im Rathaus war am Donnerstag plötzlich ganz schön niedrig: Acht- und Neuntklässler vom Eichsfeld Gymnasium, der IGS St. Ursula, der Heinz-Sielmann-Realschule und der Astrid-Lindgren-Schule nahmen die Räume, in denen sonst der Bürgermeister und seine Mitarbeiter arbeiten, für sich ein. Bei der vierten Jugendzukunftskonferenz, die das Duderstadt2020-Team organisiert, entwickelten sie Ideen zur Verbesserung ihrer Heimatstadt.

Lego-Modelle zu einem Jugendhaus in Duderstadt

Dazu sammelten sie mit Susanne Bednorz, Projektmanagerin für Kinder, Jugend und Gestaltung im Team Duderstadt2020, und weiteren Mitarbeitern alles, was ihnen an Duderstadt gefällt – und was sie nicht gut finden. Um anschließend in Workshops Ideen zu entwickeln. Gleich mehrere Modelle aus Lego entwickelte dabei eine Gruppe, zu der unter anderem die Schülerinnen Reese Frankenstein und Alina Hübenthal gehören. „Wir wollen gern ein Jugendhaus. Jedes Modell steht für ein Zimmer“, erklärt die 14-jährige Alina. So sitzen in einem Modell ganz viele Legomännchen an Tischen – dabei handele es sich um ein Café. Ein anderes Modell zeigt eine Bar mit Hockern und auf einer Fläche verteilt Legomännchen – unschwer zu erkennen eine Art Disco. Außerdem gebe es in dem Haus eine Kentucky-Fried-Chicken-Filiale, einen Raum zum Serien gucken, einen Garten zum Entspannen und einen ruhigen Raum zum Lernen, erklärt die 14-jährige Reese.

Die Ideen der Schüler im Überblick

Folgende Ideen und Wünsche haben die Schüler während der Jugendzukunftskonferenz eingebracht:

– ein Jugendhaus / ein Jugendtreff in der Innenstadt oder am ZOB

– Verbesserung der Verkehrsanbindungen / Wiedereröffnung des Bahnhofs in Duderstadt

– eine Fotowand am LNS-Gelände

– Konzerte oder Freiluftkino am LNS-Gelände

– Idee eines „Duderstadt 2030 Park“ mit See, Hotel, Einkaufszentrum und Co.

– mehr Sportangebote, speziell auch für Mädchen

– mehr Mülleimer, unter anderem in der Industriestraße

Ein Jugendtreff, ob nun als Haus oder als Warteraum am ZOB, war in verschiedenen Gruppen Thema. Ebenso wie der Ausbau der Verkehrsmöglichkeiten: „Wir wollen den Bus- und Bahnverkehr verbessern“, erzählt der 15-jährige David Oppermann. Die alte Bahnstrecke nach Göttingen solle wieder eingeführt werden, die Bushaltestellen sauberer gehalten und Fahrtzeiten eingehalten werden. Außerdem sollten auf bestimmten Strecken Kleinbusse eingesetzt werden. „Dann gibt es auch weniger Umweltverschmutzung“, nennt Schülerin Johanna Leineweber einen Vorteil.

LNS-Gelände als Projektionsfläche bei Jugendzukunftskonferenz

Auch das LNS-Gelände diente den Schülern als Projektionsfläche für ihre Visionen: „Wir wollen den alten Zaun dort durch eine Mauer ersetzen, die von Jugendlichen gestaltet wird“, erklärt Nea Engelhardt, Schülerin am Eichsfeld Gymnasium. So solle eine Fotowand entstehen, vor der Selfies gemacht werden könnten. „Damit wollen wir erreichen, dass das Gelände nicht nur von Kindern, sondern auch von Jugendlichen genutzt wird“, so Nea.

Bei der Jugendzukunftskonferenz in Duderstadt haben Jugendliche Visionen für ihre Heimatstadt entwickelt.

Eine andere Idee für das Gelände hat eine weitere Gruppe: Sie wollen dort gern Open-Air-Konzerte organisieren. Ganz wichtig: „mit bekannten Musikern“, wie einer der Schüler sagt. Das griff Ottobock-Chef Hans Georg Näder, der sich mit „Futuring Duderstadt“ ebenfalls für die Zukunft der Stadt einsetzt und sich die Ideen der Schüler anhörte, auf: „Wenn ihr euch auf einen deutschen Künstler einigen könnt, organisieren wir den für ’Eichsfeld rockt’ nächstes Jahr“, sagt der Unternehmer. So einfach war das natürlich nicht – aber die Schüler durften dann alle einen Wunsch aufschreiben, das ging von Bausa bis Alligatoah. Welcher Star sich am meisten gewünscht wurde und ob Näder sein Versprechen hält, wird dann im Line-up nächstes Jahr zu sehen sein.

Aus Ideen entstehen Projekte bei der Jugendzukunftskonferenz in Duderstadt

Ebenfalls in der nächsten Zeit wird sich ergeben, aus welchen Ideen konkrete Projekte entstehen, wie Bednorz erklärt. „Wir gucken uns das alles genau an und melden uns dann wegen der Projekte wieder bei euch“, sagt die Duderstadt2020-Mitarbeiterin. Schon bald könnte dann beispielsweise eine selbstgestaltete Fotowand Form annehmen.

Von Hannah Scheiwe

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