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Duderstadt Fünf Rassen leben in einem Stall
Die Region Duderstadt Fünf Rassen leben in einem Stall
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19:10 27.10.2017
Malte und Marten mit ihren Kaninchen. Quelle: Hinzmann
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Sattenhausen

„Es ist schön, die Tiere zuhause zu haben und zu schauen, was kommt raus, wenn ich die paare“, beschreibt sie den Reiz des Hobbys. Als Kind habe sie einen Hund gehabt, dann seien als „Liebhaberstücke“ zwei Zwergkaninchen dazu gekommen. Mit der Zucht habe sie im Alter von 20 Jahren nach dem Besuch einer Ausstellung in Berlingerode begonnen.

100 Kaninchen auf dem heimischen Hof

„Mir haben es die Marburger Feh angetan, eine mittelgroße Rasse mit einem Fell, das einen grau-blauem Schimmer hat“ berichtet Rümenapf, die mit ihrer Familie in Sattenhausen lebt. „Wir haben uns für einen Rammler und zwei Häsinnen entschieden, so fängt man grob an“, ergänzt die 40-Jährige.

Rund 100 Tiere aus den Rassen Marburger Feh, Zwergwidder wildfarbig, Zwergwidder schwarz, Zwergwidder Weißgrannen und Farbenzwerg wildfarbig leben in einem großen Stall auf dem heimischen Hof. Abends bekämen sie ihr Fertigfutter aus gepressten Pellets und Heu, das sie sich für die folgenden 24 Stunden einteilen würden.

„Wenn sie Kinder haben oder Kleine erwarten, schaue ich auch morgens mal rein“, berichtet Rümenapf. Gehe sie nach der Arbeit in den Stall, sei das für sie „wie eine innere Uhr, die sagt, du bist angekommen“. Das Streicheln der Tiere sei eine Möglichkeit, „runterzukommen vom Alltag, das entspannt“.

Begleitet wird Rümenapf bei den abendlichen Stallbesuchen von ihren Kindern. „Es macht Spaß, die Tiere zu füttern, sie auf den Arm zu nehmen und zu streicheln“, erzählt der sechsjährige Marten, dessen Lieblingstier das kleinste im Stall ist: ein Farbenzwerg, der von ihm den Namen Marvin erhalten hat. „Ich schmuse gerne mit den Kaninchen“, berichtet der zehnjährige Malte, der vom weichen Fell der Tiere sehr angetan ist.

Zur Paarung werde die Häsin zum Rammler gesetzt. „Man lässt sie nicht allein, bleibt dabei und beobachtet das Ganze“, berichtet die gebürtige Beienröderin. „Nach der Paarung fällt der Rammler runter“, erläutert die Züchterin.

Anteil kleiner Rassen nimmt zu

Es gebe Fachleute, die könnten nach 14 Tagen fühlen, ob die Paarung erfolgreich gewesen sei. „Mir fehlt das Gen, ich kann es erst nach 30 bis 32 Tagen sehen, wenn etwas kommt oder aber nichts kommt“.

Auffallend sei, dass vermehrt kleinere Rassen gezogen werden, berichtet ihr Mann Hans-Georg. Dahinter stehe der Gedanke, dass weniger Futter für die Tiere gekauft werden müsse.

Die kommenden Tage stehen für Rümenapfs ganz im Zeichen der Ausstellung. Außer den Züchtern des 60 Jahre bestehenden Vereins F 146, die aus Duderstadt, Nesselröden, Kerstlingerode, Sattenhausen, Gieboldehausen und Göttingen kommen, würden auch Zuchtfreunde aus Herzberg, Sudershausen, Bischofferode, Kirchohmfeld und Brehme erwartet. Insgesamt werden acht Jungzüchter und 18 Altzüchter in der Halle der Reisetaubenvereinigung Duderstadt an der Max-Näder Straße vertreten sein. Zum Programm der an beiden Veranstaltungstagen jeweils von 9 bis 17 Uhr geöffneten Schau zählten auch eine Verlosung und Verpflegungsangebote, kündigt Rümenapf an.

Von Axel Artmann

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