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Duderstadt Karneval Kostüme: Sexy Rotkäppchen und doofe Wikinger
Die Region Duderstadt Karneval Kostüme: Sexy Rotkäppchen und doofe Wikinger
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00:17 30.01.2013
Schwere Entscheidung: Ewa Mäther (l.) hilft Heike Heddergott-Bernhard und ihrem Sohn Jan Niclas bei der Auswahl. Quelle: Walliser
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Duderstadt

„60 Prozent wissen bei Betreten des Geschäfts schon ganz genau, was sie wollen“, beobachtet Ewa Mäther vom gleichnamigen Faschingsverkauf in der Duderstädter Apothekenstraße. Oft hätten sie sich im Internet bereits ausführlich informiert.

Das Thema Märchenwald spiegele sich in diesem Jahr gleich in mehreren Mottoveranstaltungen der Region wider, unter anderem auch beim Ball der Lutze in Gieboldehausen. So werden viele Eichsfelder als Rotkäppchen, Schneewittchen oder der böse Wolf unterwegs sein, schließt die 59-Jährige aus der regen Nachfrage nach solchen Kostümen.

Die närrischen Outfits entsprechen oftmals nicht dem traditionellen Erscheinungsbild, wie es aus Märchen bekannt ist. „Die Verkleidungen werden generell immer freizügiger“, erläutert Mäther, die seit mehr als 20 Jahren Faschingskostüme und das entsprechende Zubehör verkauft. So dürften Rotkäppchen oder andere Figuren oft ziemlich sexy auftreten. „Jede Zweite möchte eine kleine Prinzessin sein“, schmunzelt die Fachfrau.

Bekannte Musiker sind Dauerbrenner

Viele Kostüme werden die Betrachter nicht nur in den Märchenwald entführen, sondern auch auf ferne Kontinente: in die Glitzerszene von Las Vegas ebenso wie in das unbekannte China, beschreibt Mäther einen weiteren Trend, bevor sie von einem Dauerbrenner berichtet: „Immer gut gehen Verkleidungen, die bekannte Musiker zeigen.“ Dies gelte besonders für Persönlichkeiten aus den 60er- und 70er-Jahren wie Elvis Presley.

Die Suche nach einem Kostüme gestaltet sich bei Männern und Frauen unterschiedlich. „Männer probieren ein oder zwei Modelle an und sind dann zufrieden, Frauen sind dagegen viel wählerischer“, berichtet Mäther.

„Es soll gut aussehen und ich muss mir etwas unterziehen können, um mich gegen Kälte zu schützen“, lautet das Kriterium für Julia Trümper aus Obernfeld. Sie will zusammen mit Sebastian Urban in einer Wikinger-Gruppe beim großen Umzug in Mingerode mit von der Partie sein. „Gut und doof muss es sein“ beschreibt Urban, was für ihn wichtig bei der Auswahl ist. Diesen Erwartungen entspricht für ihn ein großer Wikingerhelm.

Indianer, Cowboy, Ritter oder Pirat

Bei den jüngsten Narren stehen Verkleidungen als Indianer, Cowboy, Ritter oder Pirat hoch im Kurs, erzählt Mäther. Aber auch Fellkostüme seien ein Renner. Zu den jüngsten Besuchern in ihrem Geschäft gehöre am Sonnabend der dreijährige Jan Niclas. „Er hat überlegt, ob er als Krokodil oder Elefant geht und sich schließlich für Elefant entschieden“, berichtet seine Mutter Heike Heddergott-Bernhard aus Duderstadt. Zweimal habe der Nachwuchsnarr bereits Kostüme von seiner Cousine und seinem Cousin getragen.

Ein früher bei Kindern sehr beliebtes Accessoire hat an Bedeutung verloren, so Mäther: „Pistolen werden nicht mehr soviel nachgefragt. Da sind die Leute ängstlicher geworden.“

Von Axel Artmann

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