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Duderstadt Kinder-Workshops am internationalen Museumstag in Duderstadt
Die Region Duderstadt Kinder-Workshops am internationalen Museumstag in Duderstadt
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00:18 15.05.2013
Julia Graimann zeigt, wie‘s geht: Leonie (10), Elisa (9) und Joana, acht Jahre alt, basteln kleine Sorgenpüppchen wie in Guatemala. Quelle: Walliser
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Duderstadt/Obernfeld

Bundesweit lockten am gestrigen Sonntag zum Internationalen Museumstag Sonderschauen und Aktionen bei freiem Eintritt in die Ausstellungen.

Im Heimatmuseum Obernfeld waren neben dem Hauptraum mit Exponaten zum bäuerlichen Leben vor hundert Jahren historische Vermessungsgeräte und technische Zeichnungen zu sehen. Zusammengetragen hat sie Georg Kopp, der selbst in einem Statikbüro arbeitet. „Heutzutage geht alles elektronisch.

Vielfach gibt es gar nicht mehr das Wissen, wie die alten Geräte bedient werden müssen“, sagt er. Zu sehen ist beispielsweise ein Theodolit aus dem 19. Jahrhundert, ein Winkelmessinstrument, „das immer noch funktionstüchtig ist“, wie Ortsheimatpfleger Alois Ehbrecht betont.

Aus Müll gebastelter Indianerschmuck

Auch im Heimatmuseum Duderstadt an der Oberkirche nutzten Besucher die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen oder sich die Sonderschau im Erdgeschoss anzusehen.

Das Hauptmotto des diesjährigen Museumstages hieß „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten“ und sollte an die wichtige Funktion der Museen als kulturelles Gedächtnis aufmerksam machen. Noch bis zum 2. Juni sind Mandalas, Origami-Figuren oder aus Müll gebastelter Indianerschmuck ausgestellt.

Entstanden sind die Exponate in der museumspädagogischen Arbeit des Kunstvereins Kontur mit Kindern in Kooperation mit 13 Schulen. „Kunst ist ein wichtiges Transportmittel, um Themen aufzugreifen wie die Bedrohung des Regenwaldes oder die schwierige soziale Situation der Indianer“, sagt Christiane Mosler, Vorsitzende von Kontura.

Wie die Kinder in Guatemala es tun

Der sechsjährige Aidan nahm sich einen Papagei als Vorlage für sein farbenfrohes Bild: „Eine tolle Aktion, die es gerne öfter geben könnte“, meint Mutter Daniela Klingebiel.

Um Sorgenpüppchen ging es im nächsten Workshop. Unter der fachkundigen Anleitung von Julia Graimann konnten die Kinder aus Draht, Holzperlen, etwas Klebeband und Wollresten kleine Püppchen basteln – wie die Kinder in Guatemala es tun.

„Den Puppen erzähle ich meine Sorgen und lege sie unter das Kopfkissen in der Hoffnung, dass am nächsten Tag meine schweren Gedanken nicht mehr da sind“, sagt Graimann.

Von Birgit Freudenthal

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