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Duderstadt Stimmen Anspruch und Wirklichkeit in Duderstadt überein?
Die Region Duderstadt Stimmen Anspruch und Wirklichkeit in Duderstadt überein?
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00:19 03.08.2018
Duderstadt erhebt Anspruch auf den Status einer kinderfreundlichen Stadt. Quelle: dpa
Duderstadt

„Mir gefällt der große Spielplatz“, sagt der sechsjährige Jarne. Er meint das Areal im LNS-Gelände. Dort spiele er gern. Auch der Freibadbesuch habe ihm gefallen. Jarne ist mit seinem Vater aus der Gemeinde Gleichen nach Duderstadt gekommen. „Wir fahren öfter mit den Kindern her“, erzählt sein Vater. Es sei in Duderstadt nicht so überlaufen wie in Göttingen.

Kinderfreundlich, aber auch verbesserungswürdig

Eigentlich sei die Brehmestadt kinderfreundlich, bestätigt der Duderstädter Achim Glombik. Es gebe aber trotzdem noch manches zu verbessern. So kritisiert er, dass die Familienkarte für das Freibad nicht unter die Kategorie kinderfreundlich falle. „Für uns passt es“, sagt der Familienvater, „aber nicht für Familien mit drei oder mehr Kindern.“ Die seien dann nicht mehr inbegriffen. Das finde er ungerecht.

„Es fehlt einiges“

Nicht unbedingt als kinderfreundlich sieht die Duderstädterin Yvonne Engelmann ihre Stadt. „Es fehlt einiges“, sagt sie als Mutter. So gebe es zwar schon viele Möglichkeiten, aber die Spielplätze seien zum Beispiel nur für die kleineren Kinder geeignet. „Wir brauchen auch Angebote für die größeren ab 13 Jahren, damit diese dann auch Spaß haben können.“ In der Altersgruppe habe sich das Freizeitverhalten verändert, hat Schwimmmeister Uwe Tuma festgestellt. Während ältere Jugendliche früher zu den Stammgästen im Freibad zählten, seien sie dort mittlerweile kaum noch vertreten.

Viel Luft nach oben

Viel Luft nach oben sieht auch die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Spielplätze im Ortsrat, Doris Glahn (SPD), „besonders im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung“. Sie sehe dabei ein Kinder- und Jugendparlament wie in anderen Städten als Möglichkeit. Außerdem müsse nach Beschlüssen mehr Willen zur Umsetzung gezeigt werden. So habe es zum Beispiel drei Jahre gedauert, bis die Spielgeräte in der Fußgängerzone standen. Ein weiteres Beispiel dafür sei das Thema Beachvolleyballfeld auf der Talwiese. „Für ältere Kinder fehlt es an Möglichkeiten“, stimmt Glahn Engelmann zu. Sie verweist auf den Ideenwettbewerb aus dem Jahr 2015. „Da ist bereits vieles verpufft. Die Jugendlichen fragen sich bestimmt auch, warum sie sich die Mühe gemacht haben, wenn hinterher nichts geschieht.“

„Gar nicht so schlecht aufgestellt“

„Das ist alles eine Frage der Definition“, sagt hingegen der Vorsitzende der Arbeitsgrupppe Innenstadt im Ortsrat Duderstadt, Thomas Rössing-Schmalbach (CDU). „Was verstehen wir darunter? Ganz viele Spielgeräte in der Innenstadt, Spielplätze oder eher Freiräume?“ Für manche beginne Kinderfreundlichkeit bei möglichst vielen Krippenplätzen, andere benötigen keine. „Spielplätze haben wir reichlich, finde ich“, sagt er. Aber auch da seien die Meinungen unterschiedlich. Es heiße oft, in Duderstadt sei nichts los, auf der anderen Seite werden Angebote nicht wahrgenommen. „Bei der Hitze müsste das Freibad brechend voll sein“, sagt er. Auch das Jufi habe mehr Kapazitäten. Es werde häufig Klage geführt, obwohl manche Dinge noch gar nicht ausprobiert wurden. „Wir befinden uns in einer Phase, in der alles angeboten werden muss und sich keiner mehr selber kümmern möchte.“ Er nennt das Beispiel der Bikerbahn. „Damals haben zehn Jugendliche ihre Wünsche vorgetragen.“ Die seien umgesetzt worden. Allerdings sei die Bahn nach einem Vierteljahr nicht mehr genutzt worden. Aber eine Stadt wie Duderstadt könne nicht immer alle neuen Trends anbieten. „Ich glaube, dass wir in Duderstadt gar nicht so schlecht aufgestellt sind.“

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Von Rüdiger Franke

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