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Duderstadt Fest anlässlich der Kirchweihe vor 125 Jahren
Die Region Duderstadt Fest anlässlich der Kirchweihe vor 125 Jahren
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00:18 08.10.2017
Vor der denkmalgeschützten Backsteinkirche: Pfarrer Markus Grabowski (li.) mit Kirchenvorsteher Wolfgang Näsemann Quelle: Michael Caspar
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Brochthausen

„Unser Dorf, das 1334 erstmals urkundlich erwähnt wurde, hatte in dieser Zeit bereits ein Gotteshaus“, berichtet Kirchenvorsteher Wolfgang Näsemann. Ein Nachfolgebau entstand Ende des 16. Jahrhunderts. Das barock ausgestattete Fachwerkgebäude musste dem Neubau von 1891/92 wegen Baufälligkeit weichen. Der damalige Pfarrer verglich ihn mit dem Stall von Bethlehem. Zudem war die alte Kirche zu klein geworden. Die Zahl der Brochthäuser war von 270 Menschen 1813 auf 565 Bürger 1890 gestiegen.

Sanierung

Der örtliche Maurermeister Jacob Brämer entwarf eine Backsteinkirche in neugotischem Stil. „Heimelig“ wirke das in warmen Erdfarben ausgemalte Gotteshaus auf ihn, sagt Pfarrer Markus Grabowski. „Wir haben die denkmalgeschützte Kirche vor kurzem für 50000 Euro saniert, wovon die Gemeinde 3500 Euro gespendet hat“, berichtet Kirchenvorsteher Näsemann. Weil Feuchtigkeit eingedrungen sei, habe der Putz abgenommen werden müssen. Ein Jahr lang habe das Austrocknen gedauert. Die Wände seien außen neu verfugt worden. „Bischof Koitz wird die Sakristei, wo die Schäden besonders groß waren, neu weihen“, kündigt der Pfarrer an. Erneuert wurde auch die Heizung.

Rosenkranz

120 bis 150 Gläubige, darunter viele ältere Menschen, kämen zu den Sonntagsgottesdiensten, schätzt der Geistliche. Vor jeder Messe werde der Rosenkranz gebetet, die Gottesmutter in besonderem Maße verehrt. Weil es kaum Kinder im Dorf gebe, dienten seit einiger Zeit die Frauen, die früher die Ministranten betreut hätten, nun selbst am Altar. Wie in einem Frauenkloster komme er sich seither bei Messen vor, sagt der Pfarrer. „Seit einiger Zeit ziehen verstärkt junge Familien nach Brochthausen“, ergänzt der Kirchenvorsteher. Sie übernähmen Häuser, deren Besitzer verstorben seien.

Bibelkreis

Näsemann leitet, das ist eine weitere Besonderheit des Ortes, seit Jahren gemeinsam mit seiner Frau, Adelheid Näsemann, einen Bibelkreis. „Es gibt zudem einen Jugend- und Frauenchor sowie den Männergesangverein, die den Festgottesdienst mitgestalten“, erzählt der Kirchenvorsteher. Nach der Messe werde es einen Empfang im Pfarrheim geben, dessen Bau die Gemeinde Grabowskis Vorgänger, Pfarrer Jan Maczuga, zu verdanken habe.

Von Michael Caspar

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