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Duderstadt Lautstark für Heinz-Sielmann-Realschule
Die Region Duderstadt Lautstark für Heinz-Sielmann-Realschule
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00:24 02.12.2018
Lautstarker und musikalischer Einsatz für den Fortbestand der Heinz-Sielmann-Realschule in Duderstadt. Dort kam der Schulausschuss des Kreistages zusammen. Quelle: Eichner-Ramm
Duderstadt

Im Rahmen der Diskussion um die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans des Landkreises stand der Vorschlag im Raum, eine Oberschule an Stelle der Astrid-Lindgren-Hauptschule (ALS) und der Heinz-Sielmann-Realschule (HSR) zu bilden. Begründet worden war dies von Vertretern der SPD, WDB und der Grünen im Rat der Stadt Duderstadt damit, dass der ALS die Schüler auszugehen drohen, die kirchliche St.-Ursula-Schule (eine IGS) ausläuft und auch die Pestalozzi-Förderschule bis 2028 abgewickelt werde.

Protestaktion vor der Heinz-Sielmann-Realschule aus Anlass der Sitzung des Schulausschusses des Kreistages in Duderstadt. Quelle: Eichner-Ramm

Das hat für viel Unruhe, Sorgen und letztlich auch den jetzigen Protesten zu Beginn der Sitzung in den Räumen der HSR geführt. HSR-Schulleiter Stefan Hoppe machte am Donnerstag ebenfalls klar: „Eine Oberschule ist für uns keine Option.“ „HSR soll bleiben“ und „Realschule, The Real Thing“ – mit unmissverständlichen Transparenten und entsprechenden Botschaften an die Schulpolitiker im Landkreis hatten sich Schüler, Lehrkräfte und Eltern zu Beginn der Schulausschussitzung des Kreistages für einen Fortbestand der Heinz-Sielmann-Realschule in Duderstadt stark gemacht.

„Im Schulentwicklungsplan steht nicht, dass diese Schule geschlossen wird“

In der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans sehe nicht drin, „dass diese Schule geschlossen wird oder in eine andere Form übertragen werden soll“, stellte Wolfgang Meyer (SPD) klar. Lothar Dinges (WDB) indes warnte vor der Situation, die sich für die Realschule ergeben könnte, wenn man sich mit Blick auf die Entwicklung von Astrid-Lindgren-Hauptschule und St.-Ursula-Schule nicht schon jetzt konzeptionelle Gedanken über die Schullandschaft in Duderstadt mache. „Es müssen alle so beschult werden, dass sie eine Chance haben“, sagte Dinges.

Basis sind Ergebnisse der Elternbefragungen und Statements

Der auf Basis von Elternbefragungen, Statements und Hinweisen fortgeschriebene Schulentwicklungsplan des Landkreises hat genau das Ziel, im Landkreis Göttingen die Qualität in der Bildung zu sichern und auszubauen. Zunächst einmal umfasse der Schulentwicklungsplan Eckpunkte bis zum Jahr 2021, erläuterte Kreisrat und Schuldezernent Marcel Riethig (SPD), und sei als „gute Grundlage für die weitere Arbeit“ zu sehen. Aber es sei auch ein ständiger Prozess, der vom nächsten Kreistag fortgeschrieben werde sollte.

Der Schulentwicklungsplan sieht unter anderem den Verzicht auf Einrichtung einer weiteren IGS vor, betonte Riethig. Eckard Fascher hatte für die Gruppe Linke, Piraten und Die Partei unter anderem genau das gefordert, fand bei der Abstimmung allerdings keine Zustimmung im Gremium. Ausschlaggebend seien die Ergebnisse der Elternbefragungen, so Riethig. Danach werde die Mindestschülerzahl für eine neue IGS nicht erreicht.

Besichtigung und Protestaktionen

Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen billigte der Kreis-Schulausschuss die vorliegende Fortschreibung des Schulentwicklungsplans. Der enthielt übrigens noch keine konkreten Aussagen, wie etwa die Raumnot des Eichsfeld-Gymnasiums und die unzureichende Situation am Schulstandort Christian-Blank-Straße angeht. Vor Beginn der Sitzung in der HSR hatten die Gremiumsmitglieder sowohl die Räume der Astrid-Lindgren-Hauptschule als auch des dort ebenfalls untergebrachten EGD-Junior, der Außenstelle des Eichsfeld-Gymnasiums angeschaut. Dass zeitnah Handlungsbedarf besteht, darüber waren sich indes alle einig.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de

Der Artikel wurde korrigiert (1.12.2018)

Von Britta Eichner-Ramm

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