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Duderstadt Kreisfusion auch bei der Caritas
Die Region Duderstadt Kreisfusion auch bei der Caritas
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00:17 09.01.2017
Von Kuno Mahnkopf
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Duderstadt

Fünf Mitarbeiter hat der in den 1980er-Jahren ins Leben gerufene und in Herzberg angesiedelte katholische Wohlfahrtsverband, dessen Angebote überschaubar sind: Lebens- und Sozialberatung, Schuldnerberatung und Kleiderkammer. Der David aus der von der Diakonie dominierten Südharzer Diaspora ist jetzt mit dem Göttinger Goliath verschmolzen, der unter anderem zwei Sozialstationen, diverse Beratungsdienste, Fairkauf-Laden, Tagespflege, das Lorenz-Werthmann-Haus und Flüchtlingsarbeit betreibt und rund 270 Mitarbeiter hat. Hinzugekommen sind 18 pädagogische Fachkräfte und weitere Mitarbeiter der heilpädagogischen Tagesstätte St. Raphael, die vom Diözesanverband an den neuen Caritasverband Südniedersachsen e.V. übertragen worden ist.

Der Sitz der nunmehr für drei Caritas-Centren zuständigen Geschäftsstelle bleibt in Duderstadt. „Wir profitieren von der Zentrale und können das bisherige Angebot erweitern“, sagt Stephan Siebert, Leiter des Caritas-Centrums in Herzberg. Analog zum neuen Landkreis biete die Caritas jetzt eine Struktur mit Synergieeffekten und erweiterter Präsenz in der Fläche, ergänzt Vorstandssprecher Ralf Regenhardt. „So wenig Zentralität wie nötig, so viel Dezentralität wie möglich“, umschreibt Propst Bernd Galluschke als Vorsitzender des Caritasrates den eingeschlagenen Weg. Es gebe auch Überlegungen, Aufgaben der Sozialstation mittel- bis langfristig auf den Südharz auszuweiten, bestätigt Regenhardt. Zum 1. April soll in der Stadt Duderstadt und der Samtgemeinde Gieboldehausen das Projekt zur Verbesserung der sozialen Daseinsfürsorge in Dörfern mit FSJ‘lern (Freiwilliges Soziales Jahr) und Bufdis (Bundesfreiwilligendienst) starten.

Die Übernahme von St. Raphael nach 45 Jahren in Trägerschaft des Diözesanverbandes begrüßt Tagesstätten-Leiterin Marie-Theres Waning-Ernst: „Vom Angebot her wird sich nichts ändern, es wird aber auf regionale Füße gestellt.“ Von der Verankerung vor Ort verspricht sich die Caritas Vorteile für Bedarfsplanung und Vernetzung. Der Trägerwechsel geschieht auch im Vorgriff auf die Planungen für den „Inklusiven Campus“ in Duderstadt, der in der Innenstadt verschiedene pädagogische Angebote und Einrichtungen bündeln soll. Entscheidungen und Weichenstellungen für den „Inklusiven Campus“ stehen in den nächsten Wochen an.

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