Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Kreisrat Riethig besucht die „Boje“ in Duderstadt
Die Region Duderstadt Kreisrat Riethig besucht die „Boje“ in Duderstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 03.12.2018
Haben sich die hohen Erwartungen, die an die Boje gesetzt wurden, erfüllt? Kreisrat Marcel Riethig (rechts) fragte bei den Projektbeteiligten Ursula Bremer, Stefan Komander, Andrea Neureuther, Monika Huch (Clearingstelle), Kati Spangenberg-Wegner und David Lange (v.l.) nach. Quelle: Markus_Hartwig
Duderstadt

Boje, das steht für Beratung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene. Man hatte das Angebot in der Bahnhofstraße 38 als Projekt, beinahe als Versuch an den Start gehen lassen. Die Kompetenzen von Jugendhilfe, Jobcenter und die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) sollte es bündeln, und eine „Clearingstelle“, die als Anlaufpunkt direkt im Laden ist und Jugendlichen Erstkontakt bei Problemen geben soll, ist auch vorhanden. Nun, nach einem Jahr des Bestehens, zogen einige der am Projekt Beteiligten Bilanz.

„Haben sich die hohen Erwartungen, die an die Boje gesetzt wurden, erfüllt?“ wollte Kreisrat Riethig von Kati Spangenberg-Wegner wissen. Sie ist beim Landkreis für die Jugendberufshilfe angestellt und organisiert gemeinsam mit ihrem Kollegen Dirk Glowatz die Anlaufstelle. Schließlich, so Riethig weiter, seien hier alle Beratungsleistungen für junge Erwachsene gekoppelt.

„Boje setzt dort an, wo es gebraucht wird“

Spangenberg-Wegner hob hervor, dass die Boje innerhalb des zurückliegenden Jahres mit 63 jungen Erwachsenen zusammengearbeitet habe. Sie unterstrich das Vertrauensverhältnis, das zwischen Mitarbeitern und Klienten entstanden sei. Stefan Komander, Fallmanager für die unter 25-Jährigen ergänzte, er habe noch kein Projekt erlebt, „das dort ansetzt wo es gebraucht wird“, nämlich bei den Jugendlichen, die man vor Boje nicht erreichen konnte.

Angebot ohne „Egal-Einstellung“

Gerade ein Angebot wie die Boje helfe, Hemmschwellen zu überwinden. Die Bereitschaft mitzuarbeiten müsse seitens der Klienten allerdings vorhanden sein, unterstrich Ursula Bremer vom Jobcenter Duderstadt, und übergab das Wort an David Lange. Er ist Klient bei der Boje und beschreibt seinen ersten Kontakt: „Ich war komplett in der Luft, hatte eine Lebenskrise“, so der Auszubildende zum Fliesenleger. Über Andrea Neureuther, sie ist Mitarbeiterin bei der Boje, nahm er Kontakt zur Einrichtung auf. Er habe über das Angebot und die Beratungsleistung der Einrichtung sein Leben strukturieren können. Hier schlage ihm keine „Egal-Einstellung“ entgegen und er könne durch weitere Angebote der Boje auch sein soziales Gefüge festigen. Etwas, das Andrea Neureuther bestätigte: Die eine Sache sei die Ausbildung. Mindestens ebenso wichtig sei der persönliche Rückhalt.

„Sie machen eine absolut professionelle Arbeit“, fasste Marcel Riethig bei seinem Besuch in Duderstadt zusammen. Jetzt bekäme man weitere Mittel vom Bund. Waren es im laufenden Jahr 5,5 Millionen, so würden in 2019 elf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, von denen auch die Boje finanziert werden könne. Bei der Boje, so Riethig, werde an Lebensläufen gearbeitet.

Boje bleibt bestehen – Wünsche für die Zukunft

Laut Kreisrat Riethig ist jetzt klar, dass das Abgebot „Boje“ bestehen bleibt und langfristig angelegt ist. Vor diesem Hintergrund gab er den Projektbeteiligten Gelegenheit, Wünsche zur Verbesserung des Angebots zu äußern. Kati Spangenberg-Wegner beispielsweise machte den Vorschlag, die Jugendlichen in Ausbildung beim Erwerb von Büchern und Fahrkarten zu unterstützen, also bei Sachen, die den Einstieg ins Berufsleben erleichtern würden. Ursula Bremer liegt viel daran, die Einstiegsqualifizierung zu fördern. Sie meint damit ein mehrmonatiges Programm vor der eigentlichen Ausbildung, das auch die finanzielle Förderung von Arbeitgebern beinhaltet. Und Stefan Komander wünscht sich für die künftige Arbeit ein Mehr an personellen Ressourcen. mh

Von Markus Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wirtschaftshistoriker Prof. Werner Plumpe (Frankfurt) referiert am Donnerstag, 6. Dezember, im Grenzlandmuseum Eichsfeld über die „Möglichkeiten und Grenzen der realsozialistischen Wirtschaft“.

30.11.2018

Annelene Kruse wurde zur neuen Vorsitzenden des Bezirksverbands Südniedersachsen-Hildesheim der Jungen Union gewählt. Der Verband setzt sich aus den Kreisverbänden Göttingen, Northeim, Holzminden und Hildesheim zusammen.

30.11.2018
Duderstadt Heimatmuseum Duderstadt - Hollmann-Ausstellung verlängert

„Alles ist schön“ ist der Titel der Sonderausstellung mit Werken des Künstlers Ulrich Hollmann im Heimatmuseum in Duderstadt. Diese ist jetzt bis zum 30. Dezember verlängert worden.

30.11.2018