Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Landtagswahl: So hat der Wahlkreis 15 gewählt
Die Region Duderstadt Landtagswahl: So hat der Wahlkreis 15 gewählt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:13 21.01.2013
Anzeige

Dabei musste Koch teils herbe Verluste in der Samtgemeinde Gieboldehausen (mehr als 13 Prozent Minus), der Stadt Duderstadt (minus 6,7 Prozent) und der Samtgemeinde Radolfshausen hinnehmen. Er legte bei den Erststimmen jedoch in den Gemeinden Gleichen, Friedland und Rosdorf zu, während Herausforderin Doris Glahn (SPD) dort teils erheblich verlor (am meisten mit minus 8,4 Prozent in Gleichen).

Deshalb reichte es für die Sozialdemokratin trotz ihrer Gewinne in Duderstadt (plus vier Prozent) und Radolfshausen (plus 3,8 Prozent) nicht.

So plakativ das Gesamtergebnis erscheint, so unterschiedlich sind die Zahlen einzelner Wahlbezirke. In einigen der Wahllokale erreichten die Kandidaten und ihre Parteien herausragende Ergebnisse. Das gilt beispielsweise bei Koch für Duderstadt im Allgemeinen und Langenhagen im Besonderen.

Auch bei seiner fünften Landtagskandidatur holte der CDU-Mann in seiner Heimatstadt sowie in seinem Wohnort überdurchschnittlich viele Stimmen. Mit einem Anteil von 79,7 Prozent ist das Erststimmen-Ergebnis in Langenhagen herausragend. Im Nachbarort Brochthausen stimmten 72,4 Prozent für ihn, ebenfalls deutlich über dem Durchschnittswert von 54 Prozent Erststimmen in der Stadt Duderstadt samt Ortsteilen.

Solche Werte erreicht Glahn nicht, kann aber in einer Reihe von Wahlbezirken in verschiedenen Gemeinden auf Stimmenanteile jenseits der 50-Prozent-Marke verweisen. In Ebergötzen (Radolfshausen) holte sie 54,1 Prozent, in Dramfeld (Rosdorf) 52,4 Prozent in Mollenfelde (Friedland) 51,6 Prozent und in Gelliehausen (Gleichen) 51,1 Prozent.

Hochburg der Grünen und ihrer Kandidatin Marie Kollenrott ist die Gemeinde Gleichen. Dank der Zweitstimmen wurden die Grünen in Groß Lengden (35,6 Prozent) und Etzenborn (32 Prozent) sogar stärkste Kraft. In Ludolfshausen (Friedland) liegen sie mit 32 Prozent gleichauf mit der CDU.

Das Erststimmenergebnis von Kollenrott liegt hier zwar unter diesen Werten, mit 27,6 Prozent in Groß Lengden, 24,3 Prozent in Etzenborn und 25,5 Prozent in Ludolfshausen aber jeweils deutlich über dem Landesschnitt.

Außergewöhnliche Ergebnisse erreichte auch Dietmar Ehbrecht, der für die Freien Wähler antrat. Seine Hochburgen lagen insbesondere in der Samtgemeinde Gieboldehausen, wo Ehbrecht als Obernfelder CDU-Bürgermeister lange Jahre kommunalpolitisch aktiv war und entsprechend bekannt ist.

Voll durchgeschlagen ist der Ehbrecht-Effekt in seinem Heimatort Obernfeld, in dessen Gemeinderat ausschließlich CDU-Mandatsträger sitzen. Hier holte Ehbrecht knapp 75 Prozent der Erststimmen. In Gieboldehausen, wo die Freien Wähler bei der Kommunalwahl 2011 aus dem Stand heraus auf 30 Prozent kamen, landete Ehbrecht bei 23,6 Prozent, in der Nachbargemeinde Rollshausen bei fast 35 Prozent.

Von Ulrich Lottmann, Heinz Hobrecht und Kuno Mahnkopf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema
Landtagswahl Erst- und Zweitstimmenverteilung - Landtagswahl: Ergebnisse nach Wahlkreisen

Schwarz-Gelb oder Rot-Grün? 6,1 Millionen Bürger in Niedersachsen hatten am Sonntag die Wahl. Wie sich die Wähler in Göttingen, Duderstadt, Northeim und Hann. Münden entschieden haben, erfahren Sie hier.

Für die Freien Wähler hat es beim zweiten Anlauf nicht für den Einzug in den Landtag gereicht. Im Eichsfeld erzielte Direktkandidat Dietmar Ehbrecht mit 10,36 Prozent allerdings ein beachtliches Ergebnis. Bei den Zweitstimmen waren es 4,58 Prozent.

21.01.2013
Landtagswahl Schlechter als schlechte Umfragen - Piraten holen in Göttingen 2,67 Prozent

Im Transparenzzentrum der Göttinger Piraten sind die Lichter ausgeblieben. Zum Feiern war hier und in Hannover niemandem. Der Göttinger Direktkandidat Niels-Arne Münch sieht den Lagerwahlkampf als eine Ursache für das schlechte Abschneiden seiner Partei.

20.01.2013
Anzeige